Dr. Daniel Friedrich Sturm

Autor des Buches „Uneins in die Einheit“

Daniel Friedrich Sturm

„Lafontaine war in meinen Augen gegen die Wiedervereinigung. Er hat auch später, im Sommer 1990, nicht zufällig bei der Abstimmung über die Einführung der D-Mark in der DDR nicht zugestimmt. Es ist ja immer eine Frage, was man öffentlich sagt, und was man fühlt. Als klar war, dass der Zug Richtung Einheit rollt, hat Lafontaine seine Meinung etwas angepasst. Aber das nationale Pathos, das Willy Brandt hatte, das besaß er nicht.

In seiner Grundhaltung, tief in seinem Herzen, war er sehr zögerlich, sehr zaudernd, sehr kritisch. Das kann man sehr gut sehen, wenn man sein Verhalten im Herbst 1989 betrachtet. So war Lafontaine über Kohls Zehn-Punkte-Plan entsetzt, er war dagegen, er sah vor allen Dingen seine Wahlkampfstrategie durchkreuzt. Er wollte mit Populismus gegen Ostdeutsche und mit einem Bremsen im Prozess der Vereinigung Punkte gewinnen. Lafontaine war ein strikter Kritiker der Einheit. Ich glaube, dass es mit einem Bundeskanzler Lafontaine am 3. Oktober 1990 nicht zur Vereinigung Deutschlands gekommen wäre. Gleichwohl muss man sagen, die DDR konnte ja einen Beitritt einfach erklären, qua Grundgesetz, aber Lafontaine hätte alles versucht, das zu verhindern.“

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Die #ZDFchecks:

31.10.2014

Die SPD war 1990 gegen die Wiedervereinigung – Stimmt so nicht

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Die SPD war 1990 gegen die Wiedervereinigung – Stimmt so nicht - Stimmt so nicht

Bremser, Spaßverderber, Miesepeter – so wurde Oskar Lafontaine immer wieder bezeichnet, weil er vor einer schnellen Wiedervereinigung warnte. Noch Jahre später warf die Union der SPD insgesamt vor, gegen die Einheit gewesen zu sein. Aber war die SPD wirklich dagegen? Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt so nicht.

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30.10.2014

Ohne Wiedervereinigung ginge es der Bundesrepublik heute besser – Stimmt so nicht

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Die Wiedervereinigung hat uns Wohlstand gekostet – dieser Mythos hält sich unter vielen Westdeutschen. Ein Viertel ist bis heute der Meinung, dass die Wiedervereinigung ihnen Nachteile gebracht hat. Ginge es der Bundesrepublik ohne den Osten heute wirklich besser? Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt so nicht.

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29.10.2014

In der DDR gab es keine Arbeitslosen – Stimmt

In der DDR gab es keine Arbeitslosen – Stimmt
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Jeder hat Arbeit, niemand muss sich Sorgen machen, wie er seine Familie ernährt: Die Vollbeschäftigung gilt vielen bis heute als eine zentrale Errungenschaft der DDR. Aber gab es dort wirklich keine Arbeitslosen? Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt.

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28.10.2014

Die DDR war der Bundesrepublik bei Kinderbetreuung und Gleichberechtigung voraus – Stimmt teilweise

Die DDR war der Bundesrepublik bei Kinderbetreuung und Gleichberechtigung voraus – Stimmt teilweise
Die DDR war der Bundesrepublik bei Kinderbetreuung und Gleichberechtigung voraus – Stimmt teilweise - Stimmt teilweise

Frauen, die ohne schlechtes Gewissen Karriere machten, Betreuungsplätze im Überfluss, traumhafte Kita-Öffnungszeiten: Bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf war die DDR der Bundesrepublik meilenweit voraus – so der Mythos. Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt teilweise.

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27.10.2014

In der DDR gab es keine Bananen – Stimmt nicht

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Sie ist das Symbol der DDR-Mangelwirtschaft: die Banane. Stundenlanges Anstehen, um einmal im Jahr ein paar der begehrten „Südfrüchte“ bekommen zu können … so soll die DDR-Wirklichkeit ausgesehen haben. Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt nicht.

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