Prof. Helga E. Hörz

Internationale Frauenrechtlerin und Ethikerin

Helga Hörz

„Schon die quantitative Betrachtung spricht für sich. Durch die Entlastung der Familie über Krippen- und Kindergartenplätze war es den Frauen möglich, arbeiten zu gehen und Karriere zu machen. So war es auch bei mir: Ich habe drei Kinder, die ich in den Einrichtungen gut untergebracht wusste. Ihre Interessen wurden früh gefördert, sie wurden perfekt auf die Schule vorbereitet und ich konnte mich daher auf die akademische Weiterbildung konzentrieren.

Man musste natürlich den Anspruch zur eigenen Fortentwicklung haben. Den hatten einige Frauen nicht, so wenn es bei einer Hochschulkarriere um die Habilitation ging. Manche davon sehen heute die Gleichberechtigung von damals als nicht gewährleistet. Ich sage: Wollte man als Frau Karriere machen, ging das durchaus. Zwar fanden sich keine Frauen im Politbüro, doch sehr wohl auf Leitungsebenen von Kombinaten und in anderen Bereichen. Somit war es ihnen auch möglich, gesellschaftlichen Einfluss auszuüben und die DDR mitzugestalten.

Auch die hohen Scheidungsraten sind sicher ein Indiz für die Gleichberechtigung der Frau. Sie war ökonomisch nicht vom Mann abhängig und ihr Selbstbewusstsein war gewachsen. Sie suchte nicht nur, im Gegensatz zur Bundesrepublik – wo bis 1977 der Mann der Frau eine Zustimmung zur Berufstätigkeit erteilen musste – ihre Jobs völlig frei aus, nein, auch für den Partner galt das.“

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Die #ZDFchecks:

31.10.2014

Die SPD war 1990 gegen die Wiedervereinigung – Stimmt so nicht

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Die SPD war 1990 gegen die Wiedervereinigung – Stimmt so nicht - Stimmt so nicht

Bremser, Spaßverderber, Miesepeter – so wurde Oskar Lafontaine immer wieder bezeichnet, weil er vor einer schnellen Wiedervereinigung warnte. Noch Jahre später warf die Union der SPD insgesamt vor, gegen die Einheit gewesen zu sein. Aber war die SPD wirklich dagegen? Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt so nicht.

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30.10.2014

Ohne Wiedervereinigung ginge es der Bundesrepublik heute besser – Stimmt so nicht

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Die Wiedervereinigung hat uns Wohlstand gekostet – dieser Mythos hält sich unter vielen Westdeutschen. Ein Viertel ist bis heute der Meinung, dass die Wiedervereinigung ihnen Nachteile gebracht hat. Ginge es der Bundesrepublik ohne den Osten heute wirklich besser? Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt so nicht.

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29.10.2014

In der DDR gab es keine Arbeitslosen – Stimmt

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Jeder hat Arbeit, niemand muss sich Sorgen machen, wie er seine Familie ernährt: Die Vollbeschäftigung gilt vielen bis heute als eine zentrale Errungenschaft der DDR. Aber gab es dort wirklich keine Arbeitslosen? Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt.

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28.10.2014

Die DDR war der Bundesrepublik bei Kinderbetreuung und Gleichberechtigung voraus – Stimmt teilweise

Die DDR war der Bundesrepublik bei Kinderbetreuung und Gleichberechtigung voraus – Stimmt teilweise
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Frauen, die ohne schlechtes Gewissen Karriere machten, Betreuungsplätze im Überfluss, traumhafte Kita-Öffnungszeiten: Bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf war die DDR der Bundesrepublik meilenweit voraus – so der Mythos. Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt teilweise.

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27.10.2014

In der DDR gab es keine Bananen – Stimmt nicht

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Sie ist das Symbol der DDR-Mangelwirtschaft: die Banane. Stundenlanges Anstehen, um einmal im Jahr ein paar der begehrten „Südfrüchte“ bekommen zu können … so soll die DDR-Wirklichkeit ausgesehen haben. Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt nicht.

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