Prof. Heinrich August Winkler

Historiker und Autor von „Geschichte des Westens“

Prof. Heinrich August Winkler

„Oskar Lafontaine hielt den Nationalstaat für erledigt, für historisch überflüssig, er wollte alle Nationalstaaten in Europa aufgehen lassen und konnte deswegen mit der Parole 'Deutsche Einheit' überhaupt nichts anfangen. Er versuchte entsprechend nach dem Mauerfall dann auch zu bremsen und zu sagen: Erst müssen die sozialen Probleme bereinigt werden, und dann sehen wir weiter.

Europa kann, so hat er es immer wieder gesagt, auch mit drei deutschen Staaten – Bundesrepublik, DDR, Österreich – leben, irgendwann mögen die dann in Europa zusammenwachsen. Aber das alles war für ihn zweitrangig neben dem Ziel, den Nationalstaat, den er für die Ausgeburt allen Unheils hielt, zu überwinden. Das sahen alle anderen Völker anders. Das war sein großer Irrtum, diese postnationale Idee war eine sehr alt-bundesdeutsche Idee.

Eine von Oskar Lafontaine geführte Regierung, die hätte vermutlich eine eigene Agenda verfolgt und ob es da zu einer Wiedervereinigung gekommen wäre, das erscheint mir allerdings höchst fraglich.“

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Die #ZDFchecks:

31.10.2014

Die SPD war 1990 gegen die Wiedervereinigung – Stimmt so nicht

Die SPD war 1990 gegen die Wiedervereinigung – Stimmt so nicht
Die SPD war 1990 gegen die Wiedervereinigung – Stimmt so nicht - Stimmt so nicht

Bremser, Spaßverderber, Miesepeter – so wurde Oskar Lafontaine immer wieder bezeichnet, weil er vor einer schnellen Wiedervereinigung warnte. Noch Jahre später warf die Union der SPD insgesamt vor, gegen die Einheit gewesen zu sein. Aber war die SPD wirklich dagegen? Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt so nicht.

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30.10.2014

Ohne Wiedervereinigung ginge es der Bundesrepublik heute besser – Stimmt so nicht

Ohne Wiedervereinigung ginge es der Bundesrepublik heute besser – Stimmt so nicht
Ohne Wiedervereinigung ginge es der Bundesrepublik heute besser – Stimmt so nicht - Stimmt so nicht

Die Wiedervereinigung hat uns Wohlstand gekostet – dieser Mythos hält sich unter vielen Westdeutschen. Ein Viertel ist bis heute der Meinung, dass die Wiedervereinigung ihnen Nachteile gebracht hat. Ginge es der Bundesrepublik ohne den Osten heute wirklich besser? Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt so nicht.

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29.10.2014

In der DDR gab es keine Arbeitslosen – Stimmt

In der DDR gab es keine Arbeitslosen – Stimmt
In der DDR gab es keine Arbeitslosen – Stimmt - Stimmt

Jeder hat Arbeit, niemand muss sich Sorgen machen, wie er seine Familie ernährt: Die Vollbeschäftigung gilt vielen bis heute als eine zentrale Errungenschaft der DDR. Aber gab es dort wirklich keine Arbeitslosen? Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt.

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28.10.2014

Die DDR war der Bundesrepublik bei Kinderbetreuung und Gleichberechtigung voraus – Stimmt teilweise

Die DDR war der Bundesrepublik bei Kinderbetreuung und Gleichberechtigung voraus – Stimmt teilweise
Die DDR war der Bundesrepublik bei Kinderbetreuung und Gleichberechtigung voraus – Stimmt teilweise - Stimmt teilweise

Frauen, die ohne schlechtes Gewissen Karriere machten, Betreuungsplätze im Überfluss, traumhafte Kita-Öffnungszeiten: Bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf war die DDR der Bundesrepublik meilenweit voraus – so der Mythos. Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt teilweise.

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27.10.2014

In der DDR gab es keine Bananen – Stimmt nicht

In der DDR gab es keine Bananen – Stimmt nicht
In der DDR gab es keine Bananen – Stimmt nicht - Stimmt nicht

Sie ist das Symbol der DDR-Mangelwirtschaft: die Banane. Stundenlanges Anstehen, um einmal im Jahr ein paar der begehrten „Südfrüchte“ bekommen zu können … so soll die DDR-Wirklichkeit ausgesehen haben. Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt nicht.

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