Prof. Thomas Trautmann

Psychologe und Schulpädagoge an der Universität Hamburg

Thomas Trautmann

„Wir vergleichen hier die Artischocke mit der Stachelbeere. Die Systeme und Ansätze sind zu unterschiedlich, als dass man sie verantwortungsvoll abwägen könnte. Es ist unredlich zu sagen, dass alleine durch das große Angebot der DDR die Kinderbetreuung besser war. Aber ich bin fest der Meinung, hätte man gleich nach dem Tod der DDR Teile der Struktur - ohne das „Rotlicht“ - übernommen, hätte das positive Folgen für die heutige Kinderbetreuung gehabt.

Der DDR-Kindergarten war von der Ausrichtung her substantieller: Bekanntmachung mit Gesellschaft und Natur, unglaublich viel Spiel und didaktisch gestalteter Unterricht, Beschäftigungen genannt, sind nur einige Punkte. Die Erziehung bereitete direkt auf den Schuleinstieg vor, so dass alle Kinder eine direkte Förderung erfuhren. Aber von der Freiheit und Heterogenität her, hatte der Kindergarten der Bundesrepublik die Nase vorn. Zumal aus heutiger, neurobiologischer Sicht kollektive Erziehung, wie sie in der DDR durchgeführt wurde, eher kritisch gesehen wird.

Ich persönlich habe den Besuch des Kindergartens in guter Erinnerung und hatte immer das Gefühl, dass meinen Erzieherinnen das Wohl der Kinder mehr am Herzen lag, als die sich dahinter befindliche Programmatik. Aber das kann natürlich in einem anderen Fall auch anders gewesen sein.“

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Die #ZDFchecks:

31.10.2014

Die SPD war 1990 gegen die Wiedervereinigung – Stimmt so nicht

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Ohne Wiedervereinigung ginge es der Bundesrepublik heute besser – Stimmt so nicht

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In der DDR gab es keine Arbeitslosen – Stimmt

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Die DDR war der Bundesrepublik bei Kinderbetreuung und Gleichberechtigung voraus – Stimmt teilweise

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In der DDR gab es keine Bananen – Stimmt nicht

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