22.04.2014

Lucke (AfD): EU lag mit Wachstumsprognosen von zwei Prozent für Griechenland immer daneben – Stimmt so nicht

AfD-Chef Lucke wirft der EU-Kommission vor, die Lage in Griechenland schönzufärben. Seit 2010 habe sie neunmal ein Wachstum von zwei Prozent vorhergesagt, tatsächlich sei die Wirtschaft stets um rund vier Prozent geschrumpft. Das Fazit: stimmt so nicht.

Zitat: "Prognosen der EU-Kommission zu Griechenland waren bislang immer falsch. Seit 2010 wurde für Griechenland neunmal ein Wachstum von zwei Prozent vorhergesagt, aber die Wachstumsrate verharrte stetig bei rund minus vier Prozent."

Bisherige Rechercheergebnisse:

So funktioniert's

Worauf bezieht sich Lucke?

#ZDFcheck fragt bei der Alternative für Deutschland an, auf welche Statistiken sich Lucke beruft.

Bernd Lucke antwortet: „Ich beziehe mich auf die Studie meines Kollegen Kai Konrad, über die hier (S. 38) berichtet wurde.“

Lucke bezieht sich also auf die in der Monatspublikation „Hauptstadtbrief“ veröffentlichten Daten von Prof. Kai A. Konrad vom Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen, auf die auch schon mehrere User gestoßen sind. Dort heißt es unter der Grafik: „Das Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen hat die Griechenland-Prognosen der EU-Kommission untersucht. Seit Mai 2010 bis zuletzt im Juli 2013 sagte die Kommission neunmal eine Wirtschaftsleistung von plus 2 Prozent voraus. Tatsächlich verharrt Griechenland um minus 4 Prozent.“ Ausführlich ist Konrads Analyse in dem Aufsatz „Balancing Austerity and Strategies for Growth“ nachzulesen. Dort heißt es: „Grafik 1 zeigt neun aufeinander folgende Wachstumsprognosen für Griechenland beginnend im Mai 2010. Jede Vorhersage für Griechenland startet mit einem kurzfristigen Wachstum zwischen etwa minus sechs und minus vier Prozent und jede endet zwei bis fünf Jahre später mit einem Wachstum von plus zwei Prozent oder mehr.“

Allerdings ist weder im „Hauptstadtbrief“ noch in Konrads Artikel zu sehen, woher konkret die einzelnen Prognosen stammen, wie auch wulf 21 angemerkt hat. #ZDFcheck bittet deshalb Prof. Konrad um eine Übersicht, auf welche Vorhersagen er sich konkret bezieht. Konrad verweist auf die Berichte der Troika – ein Kontrollgremium bestehend aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds.

Konrad verweist auf die Berichte der Troika – ein Kontrollgremium bestehend aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds.

Stimmt es, dass die EU-Kommission seit 2010 neunmal ein Wachstum von zwei Prozent für Griechenland vorhergesagt hat?

#ZDFcheck hat sich zunächst die großen Konjunkturgutachten der EU-Kommission angeschaut. Eine gute Übersicht dazu hat wulf 21 gefunden. Die Gutachten erscheinen im Frühjahr und Herbst, seit 2013 auch im Winter. Diese Prognosen blicken ein bis zwei Jahre in die Zukunft. Nach diesen Zahlen hat die EU-Kommission für Griechenland kein einziges Mal ein Wachstum von zwei Prozent vorhergesagt.

EuPrognosenOeffnen
  • Wirtschaftswachstum

by

Die Troika hat darüber hinaus Prognosen für Griechenland veröffentlicht, die weiter in die Zukunft blicken. Auf diese Daten bezieht sich Prof. Konrad und damit auch AfD-Chef Lucke. In den Troika-Berichten wurde tatsächlich häufiger ein Wachstum von über zwei Prozent vorausgesagt, allerdings in einer längerfristigen Prognose. So erwartete die Troika 2010 für die Jahre 2013 und 2014 ein Wachstum von 2,1 Prozent. Der Troika-Bericht vom Oktober 2011 blickt sogar bis 2030 in die Zukunft und prognostiziert für die Jahre 2014 bis 2020 ein Wachstum von über zwei Prozent.

Luckes Aussage stimmt also nur in Bezug auf Prognosen, die mehrere Jahre in der Zukunft blicken. Das Zwischenfazit zeigt daher rot-grün.

Stimmt es, dass die griechische Wachstumsrate seit 2010 stetig bei rund minus vier Prozent lag?

Die Statistikbehörde Eurostat veröffentlicht die Wachstumsraten der EU-Länder. Bezogen auf Griechenland sind die Daten im Betrachtungszeitraum 2010 bis 2013 durchweg negativ:

prognosenchart2AnwendungOeffnen
  • Wachstum2

by

Luckes Aussage, dass „die Wachstumsrate stetig bei rund minus vier Prozent verharrte“ trifft also nicht zu – mit Ausnahme von 2013 waren die Werte sogar deutlich schlechter. Das Zwischenfazit zeigt hier rot.

Stimmt es, dass die Prognosen der EU-Kommission seit 2010 immer falsch waren?

#ZDFcheck hat die Prognosen der EU-Kommission und die Wachstumsraten Griechenlands gegenübergestellt:

prognosenchart3oeffnen
  • Wachstum

by

Wie die Grafik zeigt, waren die Prognosen für die Jahre 2010 bis 2012 stets optimistischer als die Wachstumsraten. Je kurzfristiger die Prognose ist, desto näher liegt sie bei der tatsächlichen Wachstumsrate. Für das Jahr 2013 sind die Prognosen ab November 2012 recht nah an der Realität und im Gegensatz zu den Vorjahren sogar etwas zu pessimistisch.

Wie ist diese Diskrepanz zwischen Prognosen und Wachstumsraten einzuschätzen? #ZDFcheck hat Wirtschaftsexperten angefragt:

Hans-Werner Sinn, Chef des Münchner ifo-Instituts verweist darauf: „Der IWF hat im Juni letzten Jahres selbst zugegeben, dass es die Prognoseannahmen geschönt hat, um die Schuldentragfähigkeit Griechenlands bestätigen und weitere Hilfsprogramme rechtfertigen zu können.“ Tatsächlich hat der Internationale Währungsfonds im Juni 2013 „übermäßig optimistische Annahmen, auch beim Wachstum“ eingeräumt.

ZDF-Wirtschaftsexperte Reinhard Schlieker erklärt, dass die EU-Kommission daneben liegen musste, weil für die Prognose nötige Daten aus Griechenland falsch waren oder ganz fehlten:

 

Die EU-Kommission erklärt auf Anfrage von #ZDFcheck: „Es gab in der Tat zu optimistische Wirtschaftsprognosen. Die Abweichung hat eine Vielzahl von Gründen, die sich auch in der Programmimplementierung von Griechenland widerspiegeln wie externen Einflüssen. Zudem gab es eine Anzahl von nachträglichen statistischen Revisionen.“ Ganz auf sich sitzen lassen will Brüssel Luckes Vorwurf aber nicht: „Die Kommissions-Prognosen waren nicht immer falsch. Für 2013 war unsere Prognose -4,4% in der Winterprognose 2013 und -4,2% in der Frühjahrsprognose 2013. Beide Prognosen sind auch von einer Rückkehr zum Wachstum im Laufe des Jahres 2014 ausgegangen. Zu der Zeit haben uns die meisten für zu optimistisch gehalten. Am Ende hat Eurostat für 2013 -3,9% ausgerechnet (relativ nah an unseren Prognosen). Und die meisten Prognosen gehen jetzt von einem Ende der Rezession in Griechenland im Jahr 2014 aus.“

Für die Jahre 2010 bis 2012 bestreitet also auch die Kommission den Vorwurf nicht, zu optimistische Prognosen abgegeben zu haben.

„Der Kernaussage von Bernd Lucke, dass die EU-Kommission für Griechenland teilweise zu optimistische Wachstumsprognosen abgegeben habe, kann man zustimmen“, sagt auch Prof. Oliver Holtemöller, Leiter der Abteilung Makroökonomik am Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Doch wie genau können Vorhersagen sein? „Prognosefehler in der Größenordnung von einem Prozentpunkt bei BIP-Prognosen im Frühjahr für das laufende oder im Herbst für das kommende Jahr sind nicht ungewöhnlich“, sagt Holtemöller. „In Jahren mit außergewöhnlichen Ereignissen können die Prognosefehler deutlich höher ausfallen. Die gängigen Prognosen vom Herbst 2008 für die BIP-Wachstumsrate in Deutschland im Jahr 2009 waren etwa fünf Prozentpunkte zu hoch, sie wurden dann schrittweise nach unten revidiert.“

Hat also die EU-Kommission die Griechenland-Prognosen signifikant schöngerechnet oder ging es in der Krisensituation gar nicht genauer? Um das zu beurteilen, hat #ZDFcheck die Frühjahrs- und Herbstprognosen der EU-Kommission mit den Gemeinschaftsdiagnosen verglichen. Die Gemeinschaftsdiagnosen werden von mehreren führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstituten, darunter das IWH, im Auftrag der Bundesregierung erstellt und erscheinen ebenfalls im Frühjahr und Herbst. Der Vergleich zeigt: In den Jahren 2010 und 2011 waren die Gemeinschaftsdiagnosen für Griechenland sogar optimistischer als die EU-Kommission. 2012 war das anders: „Im Frühjahr 2012 war die EU-Kommission deutlich optimistischer als die Institute, und zwar sowohl für das Jahr 2012 als auch für das Jahr 2013: Die Prognose der Institute im Frühjahr 2012 für die griechische BIP-Wachstumsrate im Jahr 2012 betrug -6% (EU-Kommission: -4,7%) und für das Jahr 2013 betrug sie im Frühjahr 2012 -1,9% (EU-Kommission: 0,0%)“, sagt Holtemöller.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Für die Jahre 2010 bis 2012 lag die EU-Kommission mit ihren Prognosen tatsächlich daneben. Für 2013 lag sie nicht falsch. Deshalb stimmt Luckes Aussage nur teilweise. Der Zwischenschritt hat ferner gezeigt, wie vielschichtig das Zitat betrachtet werden muss, um es angemessen zu beurteilen. Das Zwischenfazit zeigt deshalb grün-rot.

Das #ZDFcheck-Fazit

Kehrt man noch einmal zu dem Zitat von Bernd Lucke zurück, so suggerierten seine Worte – nicht direkt ausgesprochen, es aber insinuierend - eine besondere Schönfärberei der Lage in Griechenland durch die Prognosen der Europäischen Kommission. Brüssel, so wird unterstellt, habe die Lage in Griechenland stark verzerrt dargestellt.

Lucke ist durchaus nicht der einzige Beobachter, der der Kommission und anderen Institutionen eine Neigung zur Beschönigung vor allem in den Krisenjahren 2010 bis 2012 unterstellt. Das ifo-Institut (bezogen auf den IWF), wie auch der ZDF-Experte äußern ähnliche Vermutungen. Dennoch spricht aus Sicht von #ZDFcheck einiges dagegen, die Prognosen der Europäischen Kommission als außerordentlich falsch herauszustellen. Erstens sollte man einbeziehen, wie schwierig es zunächst war, sich über die Lage in Griechenland überhaupt klar zu werden (ZDF-Experte Schlieker). Zweitens muss man berücksichtigen, dass auch deutsche Forscher in ihren Vorhersagen kaum weniger daneben lagen. Die Kommission sticht hier keineswegs signifikant heraus. Drittens legte die Recherche offen, dass die Prognosen von zwei Prozent Wachstum, auf die Lucke seinen Vorwurf stützt, langfristige - und damit bekanntlich besonders schwierige – Vorhersagen waren. Auffällig ist außerdem eine Tendenz zu höherer Genauigkeit der Kommissionszahlen in der jüngsten Vergangenheit. Und schließlich: Selbst die Kommission bestreitet nicht, sich zeitweise verschätzt zu haben. Ihr statistisches Institut Eurostat wies sogar selbst deutlich schlechtere Wachstumsraten aus, als Lucke sie angibt.

Dies alles führt unter dem Strich zu dem Fazit: Die für Bernd Lucke besonders erwähnenswerte prognostische Fehlleistung der Kommission ist in Wahrheit wenig spektakulär. Seine Behauptung, wonach die Kommission tatsächlich "immer" falsch gelegen hat, hat #ZDFcheck widerlegt. Darüber hinaus stellt das Zitat Daten aus verschiedenen Zeiträumen in Beziehung zueinander: Luckes kritisierte Prognosen gelten für die Jahre 2013, 2014, 2015 usw., die tatsächlichen Wachstumsraten, auf die er sich beruft, betreffen die Jahre 2010 bis 2013.

Angesichts der bekanntlich sehr lange unübersichtlichen Lage in Griechenland hält die Redaktion den Vorwurf an die Kommission deshalb für eine nicht sachgemäße Zuspitzung. #ZDFcheck zieht daher das Fazit: Luckes Aussage stimmt so nicht.

Dieser #ZDFcheck wurde beendet. Die Redaktion hat ein Fazit gezogen. Vielen Dank an alle Helfer für die Hinweise und Beteiligung.

Insgesamt 34 Hinweise

  1. Zum Zwischenfazit:
    „Stimmt es, dass die griechische Wachstumsrate seit 2010 stetig bei rund minus vier Prozent lag? – rot.“
    Die Kernaussage Luckes lautet ja eigentlich: „Prognosen der EU-Kommission zu Griechenland waren bislang immer falsch.“ Wenn nun mehrere Wachstumsraten sogar darunter lagen, so spricht das grundsätzlich mehr FÜR Luckes Kernaussage als dagegen.

  2. Leute, lasst die Kirche im Dorf. „Luckes Aussage, dass “die Wachstumsrate stetig bei rund minus vier Prozent verharrte” trifft also nicht zu – mit Ausnahme von 2013 waren die Werte sogar deutlich schlechter. Das Zwischenfazit zeigt hier rot.“ Das kann aber nicht wahr sein. Klar hat Lucke mit der Aussage RECHT .. bei rund 4 % MINUS .. noch grösseres Minus ist ja noch schlechter. Also hat er RECHT! Was ihr da betreibt ist Milchmädchenrechnen wie es die EU tut.

    • Liebe Catarin Ense,

      vielen Dank für Ihren Beitrag zum #ZDFcheck. Wir haben den Check in mehrere Rechercheschritte unterteilt, einer davon ist die Teilaussage, dass „die Wachstumsrate stetig bei rund minus vier Prozent verharrte“. Und das passt mit Blick auf die Zahlen einfach nicht. In zwei Jahren lag das Wachstum bei rund minus sieben Prozent, das kann man unserer Ansicht nach nicht unter „rund minus vier Prozent“ zusammenfassen. Daher zeigt das Zwischenfazit rot – unabhängig davon, ob Lucke sich hier zu seinen Gunsten oder seinen Ungunsten vertan hat.
      Allerdings ist das nur ein Zwischenfazit. Aktuell sind wir noch an dem Rechercheschritt „Stimmt es, dass die Prognosen der EU-Kommission seit 2010 immer falsch waren“ dran – anschließend ziehen wir ein Fazit, das sich auf Luckes gesamte Aussage bezieht.

      Herzliche Grüße und machen Sie weiter bei uns mit.

      Kathrin Wolff vom #ZDFcheck-Team

  3. Ich habe auf den Hinweis mit der Grafik von Prof. Kai A. Konrad hin etwas weiter recherchiert.
    Der Hauptstadtbrief nennt zwar Prof. Kai. A. Konrad als Quelle, aber keine Publikation, in der die Grafik zuvor erschienen ist. Eine Suche brachte mich auf einen Satz von Vortragsfolien. Den Vortrag hat Prof. Kai. A. Konrad offenbar auf der Konferenz gehalten, über die der Hauptstadtbrief berrichtet:

    http://www.wirtschaftsdienst.eu/downloads/files/veranstaltungen/Konferenz2013/Praesentation4_Konrad_Wd-Konferenz_25.11.13.pdf

    Dort findet sich die entsprechende Grafik auf Seite 6. Seltsamerweise ist auf dieser Seite aber kein Hinweis zu finden, woher die Zahlen stammen. Ich nehme daher an, dass sich die Zahlen auf die eine Seite zuvor genannte Quelle beziehen: „Quarterly Economic Forecast (Autumn
    2013) on the European Economy“.

    Eine weitere Suche brachte mich dann auf die Seite, wo die EU-Kommission ihre offiziellen Prognosen veröffentlicht, aus denen die Zahlen wohl stammen sollen:

    http://ec.europa.eu/economy_finance/publications/european_economy/forecasts/index_en.htm

    Die Prognosen über das Wirtschaftswachstum von Griechenland finden sich in jedem dieser Berichte in Tabelle II.8.1 in der Ersten Zeile („GDP“). Ich habe aus den Daten aus jedem Bericht im interessierenden Zeitraum folgende Excel-Tabelle zusammengestellt (Angaben über die Zeit vor 2009 habe ich weggelassen):

    http://www.mediafire.com/view/dnve9op8f2kw12j/prognose_Griechenland.xls

    In der Kopfzeile steht dabei jeweils das Datum, in dem der Berricht erschienen ist, in den weiteren Zeilen die Angaben, die der betreffende Bericht über das jeweilige Jahr macht. Das zum Zeitpunkt des Erscheinens aktuelle Jahr habe ich fett markiert.

    Offenbar handelt es sich bei den Jahren vor dem Erscheinungsdatum um Angaben aufgrund verfügbarer statistischer Daten. Diese Angaben wurden gelegentlich in späteren Berichten revidiert, wenn neue Daten verfügbar wurden. Die Korrekturen erfolgten dabei sowohl nach unten als auch nach oben.

    Die besten Angaben über vergangene Jahre befinden sich daher im aktuellsten Bericht. (in meiner Tabelle ganz links) Dabei ist davon auszugehen, dass zumindest die Zahl für 2013, aber auch für 2012 noch korrigiert werden könnte. Diese Zahlen zeigen in der Tat, dass das Wachstum in den vergangenen Jahren unter -4 % lag. (Mit Ausnahme von 2013, dort leicht darüber.)

    Die Aussage, dass das Wachstum stetig bei rund -4 % lag stimmt also, allerdings mit der Einschränkung, dass diese Marke 2011 (-7,1 %) und 2012 (-6,4 %) sogar deutlich unterschritten wurde (dass Wort stetig müsste man also weglassen).

    Das jeweils aktuelle Jahr ist anscheinend eine Schätzung in der bereits verfügbare Daten mit der Prognose für den Rest des Jahres kombiniert wurden. Anscheinend hat Prof. Kai A. Konrad genau diese Daten für die gestrichelte Linie in seiner Grafik genommen.

    Dies ist zumindest irreführend, weil es suggeriert, man vergleiche die Realität mit Prognosen. (Zumindest Lucke muss es so verstanden haben, falls er sich wirklich auf die Grafik bezieht.) Tatsächlich vergleicht man aber Schätzungen mit Prognosen. Ich unterstelle einmal, dass dies unabsichtlich passiert ist, denn die zum Zeitpunkt des Vortrags besten verfügbaren Daten (Nov 13) hätten Konrads und Luckes Argument noch stärker untermauert.

    Interessant ist, was denn die EU-Kommission für die Zukunft prognostiziert hat. Beim Vergleich meiner Tabelle mit Prof. Kai A. Konrads Grafik fiel mir auf, dass die EU-Kommission jeweils nur eine Prognose für das kommende Jahr (bzw. im Herbst die kommenden 2 Jahre) veröffentlicht hat. In Prof. Kai A. Konrads Grafik tauchen jedoch Prognosen für die nächsten 3-4 Jahre auf. Wenn man nicht unterstellen will, dass da Zahlen frei erfunden wurden, so handelt es sich zumindest um unveröffentlichte Zahlen.

    Dass sich Zahlen, die nicht offiziell im Namen der EU-Kommission veröffentlicht wurden eignen, gegen die Glaubwürdigkeit der EU-Kommission zu argumentieren, würde ich stark bezweifeln. Genau das versucht Lucke aber. Ich bleibe daher in meiner folgenden Argumentation bei den veröffentlichten Zahlen.

    Eine Prognose über 2 % tauchte erstmals im November 2013 in offiziellen Veröffentlichungen auf. Ob sich dieser Wert bewahrheitet, wird sich allerdings frühestens Anfang 2016 zeigen. Auf dieser Grundlage lässt sich sagen, dass die Aussage, die EU-Kommission habe neunmal ein Wachstum von 2 % vorhergesagt falsch ist.

    Über die anderen Prognosen lässt sich folgendes sagen: Die EU-Kommission hat bis jetzt jedes Jahr für das folgende Jahr (bzw. im Herbst für das übernächste Jahr) ein Wachstum zwischen 0,0 und 1,1 % prognostiziert. Mit großer Sicherheit (trotz eventueller späterer Korrekturen) lässt sich sagen, dass dies bis einschließlich 2013 nie eingetreten ist. Zumindest 5 der abgegebenen Prognosen wahren also falsch. Ob sich die seit November 2012 prognostizierten 0,6 % Wachstum für das Jahr 2014 bewahrheiten, muss sich noch zeigen.

    • Hallo wulf 21,
      das ist eine exzellente Arbeit!
      Soweit ich das nachvollzogen habe, ist Ihre Argumentation schlüssig. Offen bleibt nun leider, wie Sie völlig richtig schreiben:
      „In Prof. Kai A. Konrads Grafik tauchen jedoch Prognosen für die nächsten 3-4 Jahre auf. Wenn man nicht unterstellen will, dass da Zahlen frei erfunden wurden, so handelt es sich zumindest um unveröffentlichte Zahlen.“
      Sind diese Zahlen frei erfunden? Bin gespannt, ob dazu noch was recherchiert wird.

  4. Ein Teil stimmt, ein Teil stimmt nicht.
    Bei allen Recherchen und Listeauswertungen trifft es diese eigentlich auf den Punkt. Die Zahlen stammen von der OECD und der EU Kommission.

    http://wko.at/statistik/eu/europa-wirtschaftswachstum.pdf

    Zahlen Im Überblick:
    2010 -4,94 % /
    2011 -7,11 %
    2012 -6,38 %
    2013 -4,21 %
    2014 laut Schätzung wird hier zum ersten mal ein Plus stehen

    Das die EU allerdings für die Jahre 2% Wirtschaftswachstum profezeit ist eher utopisch und muss noch von einer Schätzung aus dem Jahre 2006 stammen. Danach wurde die Prognose mehrmals nach unten korrigiert. Erst ab 2015 soll der Wert Grichenlands wieder bei über 2 % stehen: http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/content/20140129STO34108/html/Troika-Untersuchung-in-Griechenland-Leichtes-BIP-Wachstum-in-2014

  5. Griechenland ist endgültig bankrott und hat nur dadurch einen Überschuss ausgewiesen, weil es die enormen Zinskosten nicht angesetzt hat. Das Staatsdefizit stieg sogar weiter um 12,7Prozent an. Und die Neuaufnahme von Anleihen auf dem Kapitalmarkt war nur möglich, weil deren Sicherheit durch die EZB, sprich durch die Sparkonten der deutschen Bürger, die damit verloren sind, abgedeckt wurde. Die Eurokrise ist keineswegs überstanden, sondern eskaliert immer weiter bis zum bitteren Ende im wirtschaftlichen Chaos.

  6. Hallo Frau Aring,
    gerne mache ich Angaben zu meinen Quellen. Die Werte stammen aus meiner täglichen Lektüre des Handelsblatts.
    Wenn Sie sich für den Streit interessieren, der im Jahr 2013 zu diesem Thema Multiplikator zwischen IWF, EU Kommission und Prof. Krugman entstanden ist, können Sie den Hintergrund in der These 59 des neuesten Buchs von Heiner Flassbeck „66 starke Thesen zum Euro..“
    schnell nachlesen.

  7. Ich bin auch kein Prophet, wenn ich vorhersage, dass auch in den nächsten Jahren Wachstum für Griechenland prognostiziert werden wird, dies aber gar nicht realisiert werden kann, wenn man sich einfach mal die Fakten ansieht:
    Griechenland hat seit 2008 eine Depression mit einem Konjunktur Einbruch von mehr als 25% erlebt. Die Arbeitslosigkeit liegt größer 25% (Jugend über50%) und die Löhne sind über 30% gefallen. Man stelle sich nur mal vor man sei griechischer Arbeitnehmer und hat im Jahr 2008 Euro 3.000 im Monat verdient und dieses Einkommen ist bis heute auf Euro 2.000 im Monat gefallen. Wie wirkt sich das wohl auf das Konsumverhalten aus? Natürlich drastisch!
    Wenn man den Hauptmarkt, den Griechenland nun mal hat, und dies ist der Binnenmarkt derartig demoliert, dann darf man sich über die Ergebnisse nicht wundern.
    Aktuell werden mal wieder Nebelkerzen geworfen, indem man verkündet, dass der Primärhaushalt von Griechenland einen leichten Überschuss ausweist, obwohl tatsächlich die Verschuldung im Verhältnis zum BIP auf 175,1% angestiegen ist und das Defizit auf 12,7% ebenfalls angestiegen ist. Man stelle sich doch nur mal ein Unternehmen vor, das mehrere Jahre Verluste macht und auf einmal sagt, das ist ja nun wirklich doof immer nur Verluste auszuweisen, lass uns doch mal zum EBIT (Ertrag vor Zins und Steuern) wechseln, denn bis dahin sind wir noch leicht im plus. Wie würde die Wirtschaftspresse wohl reagieren?

  8. Allgemein zum Thema Prognosen und Futurologie:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Prognose
    https://de.wikipedia.org/wiki/Zukunftsforschung

    im ersten Artikel finde ich besonders den Abschnitt „Prognosefehler“ interessant:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Prognose#Prognosefehler
    und auch „Missbrauch als Mittel zur politischen Meinungsmache“:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Prognose#Missbrauch_als_Mittel_zur_politischen_Meinungsmache
    ———————————-
    Ich möchte den Hinweis nicht beenden ohne das folgende Zitat:
    „Kein Volk gibt es, wie ich sehe, mag es noch so fein und gebildet, noch so roh und unwissend sein, das nicht der Ansicht wäre, die Zukunft könne gedeutet und von gewissen Leuten erkannt und vorhergesagt werden.“ (Cicero)
    ———————————–
    Die Frage ist, wie weit wir überhaupt in der Lage sind, künftige Ereignisse zu berechnen.
    Der frühere „Papst“ im Bereich Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung, Prof. Dr. Helmut Swoboda, wagte in seinem Buch „Propheten und Prognosen“ sogar sinngemäß die These, dass die Wettervorsage tatsächlich eine der genauesten Prognosen sei.
    So gesehen wäre die Aussage von Lucke im Grunde fast schon trivial. :-)

  9. Die Aussage Bernd Luckes trifft zu. Sie basiert auf einer mir als pdf-Scan vorliegenden, von Prof. Kai A. Konrad vom Max-Planck-Institut (MPI)für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen erstellten Informations-Grafik, die die Aussage Luckes exakt belegt. Das MPI zeigt darin auf, dass die EU-Kommission im Zeitraum Mai 2010 bis Juli 2013 für Griechenland insgesamt neunmal eine Wirtschaftsleistung von +2% vorausgesagt hat, die Wirtschaftsleistung aber im gleichen Zeitraum konstant bei Werten von jährlich um -4% verharrte. Gerne würde ich diese Scan-Datei einfach als Beleg anhängen, doch das funktioniert leider technisch nicht, weil hier wohl nur http-Links, nicht aber einfache Dateien eingefügt werden können (habe es x-fach vergebens versucht). Auf Wunsch liefere ich diese Datei zur Überprüfung im ZDFCheck gerne sofort via E-Mail an die Redaktion. Kurze Mail an […]* senden, Antwort mit angehängter Datei erfolgt binnen weniger Minuten.
    Freundliche Grüße
    Prof.Dr.Jörg Meuthen, Karlsruhe

    *Anm. der Redaktion: Die E-Mail-Adresse wurde entfernt.

  10. Die Aussage von Prof. Lucke stimmt. Im Back Office der Troika wird einfach damit gerechnet, dass jeder Euro, den der Staat einspart, nur mit 0,50 Euro auf die Binnenwirtschaft durch schlägt. In Wahrheit beträgt der Faktor 3 bis 4. Dies ist statistisch seit 2009 bewiesen, wird aber aus ideologischen Gründen nicht korrigiert.

    • Hallo UlrichK,

      können Sie uns dazu eine Quellenangabe nennen?

      Viele Grüße
      Sandra Aring

  11. Grundsätzlich stellt sich immer die Frage nach der Richtigkeit von Daten, Fakten und Aussagen. Zu häufig wird nur das wiedergegeben was irgendwo aufgeschnappt wurde. Auch wenn die Quellen fragwürdig sind.
    Und selbst bei offensichtlich sicheren Quellen besteht die Gefahr der Fälschung. Daher ist guter Journalismus/Recherche heute echt eine Gradwanderung! Aber nicht nur für Journalisten ist es schwer zu Filtern. Auch für die Bevölkerung und auch für politiker wie Herr Lucke.
    Meist gibt es keine verlässlichen Zahlen und wenn sind Sie nur schwer zu finden. Daher finde ich die Idee dieser Platform auch sehr gut!
    Vor allem wenn die Ergebnisse dann auch der breiten Bevölkerung z.B. über die täglichen Abendnachrichten zugänglich gemacht werden.
    Und vielleicht schauen auch die Politiker TV. Interessant wird dann vor allem deren Reaktion auf die Ergebnisse.

    Nun aber zu den einzelnen Punkten. Leider ist es auch hier schwer Daten zu bekommen. Daher bleibt nur die Möglichkeit zumindest auf entsprechende Berichterstattung zu verweisen.
    Wenn auch diese nicht 100% sicher ist. Zum Beispiel der Bericht aus den „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ (siehe unten) Hier wird auf ein amerikanischen Professor und eine Internetseite http://www.zerohedge.com verwiesen. Ich werde ich mir jetzt kein Urteil erlauben, ob diese Quellen als Serious anzusehen sind.

    Stimmt es, dass die EU-Kommission seit 2010 neunmal ein Wachstum von zwei Prozent für Griechenland vorhergesagt hat?

    JA! (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/wp-content/uploads/2012/11/Die-Prognosen-der-Troika-und-die-tats%C3%A4chliche-Wirtschaftsleistung-Griechenlands-2007-2014.jpg)

    Stimmt es, dass die griechische Wachstumsrate seit 2010 stetig bei rund minus vier Prozent lag?

    JA! (http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do;jsessionid=9ea7974b30dd8ee701827f0d405489cee3efa18bfef9.e34SbxiPb3uSb40Lb34LaxqRb30Ne0?tab=table&plugin=1&language=de&pcode=tsdec100)
    (http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&plugin=1&language=de&pcode=tec00115)

    Stimmt es, dass die Prognosen der EU-Kommission seit 2010 immer falsch waren?

    JA! (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/11/15/planwirtschaft-gescheitert-die-falsch-prognosen-der-troika/)

  12. Es stimmt nicht das die Wachstumsrate in Griechenland bei minus 4% gelegen hatte … Sie lag im Gegenteil, anfang des Jahres 2014 bei minus 4,5 % und soll,im Laufe des Jahres 2014, um insgesamt 0,6% ansteigen. Hier habe ich den passenden link dazu: http://www.news.at/a/griechenland-rezession-horizont

  13. Nein, das stimmt nicht ganz… Habe stattdessen,folgendes, herausgefunden, nachdem ich im Internet recherchiert habe … Hier der passende link: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/konjunktur-eu-griechenland-kommt-aus-jahrelanger-rezession-12819955.html

  14. Ob es nun neun mal waren ist schlecht feststellbar, aber die Grundsätzlichkeit des Satzes ist vollkommen richtig. Die EU Kommission färbte die Prognosen meist schön und lag damit extrem daneben.

    • Lieber Andreas Babbe,

      toll, dass Sie sich beim #ZDFcheck beteiligen. Schön wäre, wenn Sie Ihre Aussage mit Belegen untermauern: Links, Quellenangaben etc. Denn wir wollen ja prüfen, wie viel Fakt in der Aussage steckt.

      Viele Grüße
      Sandra Aring vom #ZDFcheck-Team

    • Liebe Frau Aring,

      meinen Sie damit, dass ich Quellenangaben aus Handelsblatt, FAZ und Co angeben sollte, wie Frau Britta Klaudat? Dann müßte man dazu sämtliche Quellenverweise dieser Zeitschriften prüfen, die größtenteils nicht angegeben sind. Derartige Links machen demnach auch keinen Sinn, da es immer eine subjektive Interpretation und Zusammenfassung des jeweiligen Journalisten ist.
      Die unten bereits gelinkten Seiten, z.B. Wiki, stellen das schon ganz gut dar und zeigen, dass Lucke mit seiner Behauptung recht richtig liegt.

      Schöne Grüße

    • Lieber Herr Babbe,

      auch Quellenangaben aus Zeitungen, Magazinen etc. können wertvolle Hinweise liefern oder weitere Facetten einer Recherchefrage offenlegen. Hinweise auf wissenschaftliche Studien, Analysen oder Statistiken sind uns natürlich sehr willkommen.

      Viele Grüße
      Sandra Aring

  15. Die Aussage geht auf eine Untersuchung des Max-Planck-Institutes für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen zurück. Dabei wurden alle Prognosen der Kommission von Mai 2010 – Juli 2013 untersucht. Der Verantwortliche der Studie ist der Direktor Prof. Dr. Kai A. Konrad

    http://www.tax.mpg.de/de/pub/finanzwissenschaft/mitarbeiter/prof_dr_kai_a_konrad.cfm

  16. Das Wachstum lag seit 2009 teilweise noch weit darunter:

    http://www.dnet.at/elis/Tabellen/arbeitsmarkt/wiinter_bipinter.pdf

    Die EU-Kommission hat die Zahlen in den letzten Jahren offenbar schöner prognostiziert, als sie nachher waren, allerdings kann man in im Web zu findenden Prognosen der Kommission nicht erkennen, dass ständig ein Wachstum von 2 Prozent vorausgesagt wurde:

    http://www.querschuesse.de/wirtschaftswachstum-in-griechenland-prognose-und-realitat/

    Mein Fazit: Lucke hat die Zahlen sehr geglättet, was allerdings nicht heißt, dass die EU-Kommission nicht trotzdem ziemlich daneben gelegen hat.

    Für die Beruhigung des Kapitalmarktes wäre das auf Dauer nicht vertrauenswürdig gewesen, was man vermutlich vernachlässigen kann, da die Zahlen ja tatsächlich einen Trend nach oben haben.

  17. Laut OSZE und EU-Kommission hat sich der BIP 2010 um -4,9 % verändert. 2011 um 7,1 %, 2012 um -6,4 %. Für 2013 und 14 wurden nur vorläufige Werte und Prognosen veröffentlicht: 2013 um -3,7% und 2014 um +0,6 % (Informationen von der Wirtschaftskammer Österreich).

    Laut statista.com „wuchs“ 2010 das BIP um 4,94%, 2011 um -7,11% und 2012 um -6,38%. Quelle konnte ich leider nicht einsehen, aber es handelt sich wahrscheinlich um die gleiche wie oben.

    Ich konnte auf der Website der Europäischen Kommission leider keine Berichte mehr für die Prognosen finden.
    Jedoch fand ich einen Bericht auf der Seite http://www.annotazioni.de in dem von den Prognosen im Vergleich zur Realität gesprochen wird: Im Anpassungsprogramm 05/2010 wird von der Kommission ein Wirtschaftswachstum für Griechenland im Jahre 2012 von ca. 1,2% prognosiziert. In der zweiten Revision wird 12/2010 von ebenfalls ca. 1,2% gesprochen. In der vierten Revision (07/11) von 0,5%. Laut Eurostat jedoch sank der BIP um 2,8%.

    Für 2015 prognosiziert die Eu-Kommission übrigens ein wachstum von „fast 3%“.

    Gruß
    Tom

  18. Es wird schwer zu sagen, dass die Prognosen alle falsch seien. Es ist eher Glück wenn die meisten richtig sind. Die Prognose ist eine Vorhersage nach dem aktuellen Stand und es gibt zu viele Faktoren die das reale Ergebnis beeinflussen. Falsche Prognosen gibt es überall.
    Dementsprechend lag die Kommission nicht immer richtig. Wobei die Frage ist, ab wann eine Prognose stimmt? Um wieviel darf die Prognose abweichen?
    Hier kann man mal Prognosen der EU-Kommission mit den Ergebnissen von Eurostat und den griechischen Behörden vergleichen.
    http://www.querschuesse.de/wirtschaftswachstum-in-griechenland-prognose-und-realitat/

    Lucke liegt mit den -4% seit 2010 nicht unbedingt richtig. Der Wert lag eher darüber. Aber man findet unterschiedliche Zahlen zum BIP in der Zeit.
    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/14538/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-griechenland/
    http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&plugin=1&language=de&pcode=tec00115

Lucke (AfD): EU lag mit Wachstumsprognosen von zwei Prozent für Griechenland immer daneben – Stimmt so nicht - Stimmt so nicht

Das Fazit mitteilen:

Auf eigener Seite einbinden:

Hinweise zur Einbindung und weitere Widgets gibt es auf unserer Erklärseite.

Weitere #ZDFchecks:

Mitteilung