25.06.2013

Horst Seehofer (CSU): Frauenerwerbsquote ist in Bayern am höchsten – Stimmt nicht

„Wahlfreiheit“ lautet das Credo der Union in der Familienpolitik: Damit will sie berufstätige Mütter genauso ansprechen wie Frauen, die zu Hause bleiben. Bei der Präsentation des Regierungsprogramms erklärt CSU-Chef Horst Seehofer, dass Bayern die höchste Frauenerwerbsquote habe. Fazit: stimmt nicht.

Zitat: „Übrigens haben wir in Bayern die höchste Frauenerwerbsquote – für all diejenigen, die glauben, wir seien nicht auf der Höhe der Zeit.“

Bisherige Rechercheergebnisse:

So funktioniert's

Was checken wir genau?

Wir prüfen, ob die Frauenerwerbsquote in Bayern nach den aktuellsten verfügbaren Zahlen bundesweit die höchste ist.

Stimmt es, dass Bayern die höchste Frauenerwerbsquote hat?

Die Frauenerwerbsquote gibt an, wie viele Frauen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen – also entweder berufstätig oder arbeitslos gemeldet sind. Das Statistische Bundesamt ermittelt einmal im Jahr die Frauenerwerbsquote nach Bundesländern. Die aktuellste Auswertung bezieht sich auf Zahlen von 2011.

Danach steht Brandenburg mit 78,7 Prozent an der Spitze, gefolgt von Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Bayern folgt mit 73 Prozent auf Platz sieben.

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  • frauenerwerb

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Das #ZDFcheck-Team hat bei der CSU nachgefragt, wie Seehofer zu seiner Aussage kam. Sein Sprecher erklärte daraufhin, dass Seehofer den Sachverhalt „in freier Rede verkürzt wiedergegeben“ habe. Seehofers Aussage habe sich auf die alten Bundesländer bezogen. Zudem sei die Frauenerwerbstätigenquote gemeint gewesen, nicht die Frauenerwerbsquote.

Die Frauenerwerbstätigenquote umfasst nur die Frauen, die tatsächlich berufstätig sind, also nicht die arbeitslosen. Laut Statistischem Bundesamt liegt Bayern in diesem Ranking mit 70,4 Prozent auf Platz vier – hinter Brandenburg, Thüringen und Sachsen.

Dass Seehofer „Frauenerwerbsquote“ sagte, aber „Frauenerwerbstätigenquote“ meinte, ändert nichts daran, dass die Aussage im Ergebnis nicht richtig ist. Für die Einschränkung der Aussage auf einen rein westdeutschen Bezug finden sich weder unmittelbar in der Aussage noch in Äußerungen vor oder nach dem Zitat Hinweise, die diese Intention stützen würden. Deshalb zieht die Redaktion für diesen Schritt den Rückschluss: stimmt nicht.

Das #ZDFcheck-Fazit

Die Frauenerwerbsquote ist ein Maßstab für die Beteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt. In dieser Statistik liegt Bayern bundesweit im Mittelfeld (Platz sieben). Und auch bei der Frauenerwerbstätigenquote kommt Bayern nicht auf Platz eins. Fazit der Redaktion für Horst Seehofers Aussage, dass Bayern die höchste Frauenerwerbsquote habe: stimmt nicht.

Dieser #ZDFcheck wurde beendet. Die Redaktion hat ein Fazit gezogen. Vielen Dank an alle Helfer für die Hinweise und Beteiligung.

Insgesamt 22 Hinweise

  1. Frauenerwerbsquote in Deutschland um Tabelle mit den Bundesländern erweitert (2012). Bleibt noch die Frage, welche Quelle Herr Seehofer verwendet hat.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenerwerbsquote#Deutschland

    • Liebe Genderforschung,
      bist du sicher, dass du die Zahlen für die Erwerbsquote der Frauen eingefügt hast? In dem Artikel wird diese definiert als „der prozentuale Anteil der weiblichen Erwerbspersonen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren an der weiblichen Bevölkerung der gleichen Altersgruppe in einem Land.“ Grundlage ist dabei: „Die Summe der teil- und vollzeitbeschäftigten sowie arbeitslos gemeldeten Frauen im Alter 15 bis 65 geteilt durch die Anzahl aller Frauen im Alter 15 bis 65 mal 100.“ Der Eurostat-Link verweist jedoch auf „Erwerbstätigenquoten nach Geschlecht, Alter und NUTS-2-Regionen (%)“. Die ErwerbsTÄTIGENquote wird jedoch definiert als „Anteil der Erwerbstätigen einer Altersgruppe an der Gesamtbevölkerung derselben Altersgruppe. Sie darf nicht mit der Erwerbsquote verwechselt werden. [Sic!] Die Erwerbsquote steht [im Unterschied dazu] für den Anteil der Erwerbspersonen – also Personen, die Arbeit haben (Erwerbstätige) oder suchen (Erwerbslose) – an der gleichaltrigen Gruppe in der Gesamtbevölkerung.“ https://www.destatis.de/DE/Publikationen/STATmagazin/Arbeitsmarkt/2009_01/2009_01Erwerbstaetigenquote.html Demzufolge ist die Frauenerwerbstätigenquote nicht mit der Frauenerwerbsquote, um den sich der Wikipedia-Artikel dreht, identisch, oder?

    • Eigentlich kann es sich auch nur in den Daten, die du netterweise tabellarisch aufbereitet hast, um die FrauenerwerbsTÄTIGENquoten handeln, denn die sind recht nahe an den Vorjahreswerten zur unten verlinkten Tabelle D5. Beispiel BaWü: Erwerbstätigenquote der Frauen: 70,2 % (2011), 70,4 % (2012 – n. Eurostat). Erwerbsquote der Frauen (2011 – Tabelle D4): 72,9 %. Die Frauenerwerbsquote ist also – allem Anschein nach – wohl nicht in der Tabelle erfasst.
      —-
      Btw: Da Seehofer ja wortwörtlich von Frauenerwerbsquote und nicht von Frauenerwerbstätigenquote gesprochen hat, sollten wir auch diese zum Maßstab machen.

    • @ Kaolus1
      Alternativ schlage ich vor, einfach die Erwerbsquoten aus der Destatis-Tabelle D4 zu übernehmen. Viele lesen Wikipedia-Artikel ja nur kursorisch. Wenn man aber Frauenerwersquote list und dann – schwupps – weiter unten eine Bundesländerübersicht findet, erwartet man auch Daten zur Frauenerwerbsquote und nicht zur Frauenerwerbstätigenquote. LG

  2. Es sind ja schon einige gute Quellen vorhanden. Analog zum Check der Merkel-Aussage ist eine Überprüfung der Vollzeitäquivalente auch hier geboten. Überdies wäre eine Untersuchung des Gender Gaps bei den geschlechtsspezifischen Erwerbsquoten m. E. erforderlich, da Seehofer mit seiner Bemerkung, „auf der Höhe der Zeit“ zu sein, doch wohl auch auf eine fortschrittliche resp. geschlechtergerechte Erwerbsbeteiligung anspielen will. Dass natürlich in Bundesländern mit generell niedrigeren Erwerbsquoten auch die der Frauen hinter der anderer Bundesländer bleiben, ist klar. Da Bayern eine hohe allgemeine Erwerbsquote hat, ist dies folglich vorteilhaft für dieses Bundesland, was aber über geschlechtergerechte Erwerbsbeteiligung noch nichts aussagt. Der ‚Gender Gap‘ für 2011 beträgt bei den geschlechtsspezifischen Erwerbsquoten allerdings für Bayern 11,1 %, während er im bei der allgemeinen Erwerbsquote letztplatzierten Bremen z. B. nur 8,8 % beträgt.

    • Habe diesen Gender Gap bei den geschlechtspezifischen Erwerbsquoten mal für jedes Bundesland durchgerechnet:

      —-

      Baden-Württemberg: 10,9
      Bayern: 11,1
      Berlin: 7,0
      Brandenburg: 4,9
      Bremen: 8,8
      Hamburg: 8,8
      Hessen: 11,7
      Mecklenburg-Vorpommern: 6,3
      Niedersachsen: 11,2
      Nordrhein-Westfalen: 13,7
      Rheinland-Pfalz: 11,7
      Saarland: 13,6
      Sachsen: 6,1
      Sachsen-Anhalt: 6,4
      Schleswig-Holstein: 10,4
      Thüringen: 7,1

      —-

      Demnach stand Bayern 2011 auf Rang 11. So richtig „auf der Höhe der Zeit“ scheint mir das noch nicht. Interessant wäre nun noch ein Vergleich des Gender Gaps der Vollzeitäquivalente. Ob Bayern dabei besser abschneiden würde?

    • Betrachtet man nur den Anteil erwerbstätiger Frauen an allen Erwerbstätigen, dann ergibt sich nach letzter Zensus-Erhebung – https://ergebnisse.zensus2011.de/# – folgendes Bild:

      —-

      Baden-Württemberg: 46,61276
      Bayern: 46,56403
      Berlin: 48,40903
      Brandenburg: 47,66277
      Bremen: 47,53535
      Hamburg: 48,22326
      Hessen: 46,82456
      Mecklenburg-Vorpommern: 47,55318
      Niedersachsen: 46,54245
      Nordrhein-Westfalen: 46,36489
      Rheinland-Pfalz: 46,36941
      Saarland: 45,96762
      Sachsen: 47,16584
      Sachsen-Anhalt: 47,17408
      Schleswig-Holstein: 47,48571
      Thüringen: 46,83333

      —-

      Alle Angaben natürlich (auch diesmal) in Prozent

      —-

      Bayern liegt hier wiederum auf Rang 11, wobei die Unterschiede zwischen den Bundesländern gering ausfallen. Über den Beschäftigungsumfang ist damit natürlich noch nichts ausgesagt.

    • Den Gender Gap bei den geschlechtsspezifischen Quoten der tatsächlich Erwerbstätigen – http://www.amtliche-sozialberichterstattung.de/D5erwerbstaetigenquote.html – habe ich natürlich auch noch auf Lager:

      —-

      Baden-Württemberg: 10,6
      Bayern: 11,0 (Platz 11)
      Berlin: 4,3
      Brandenburg: 3,3
      Bremen: 6,4
      Hamburg: 7,7
      Hessen: 11,1
      Mecklenburg-Vorpommern: 5,2
      Niedersachsen: 10,5
      Nordrhein-Westfalen: 11,7
      Rheinland-Pfalz: 11,4
      Saarland: 12,3
      Sachsen: 5,2
      Sachsen-Anhalt: 5,1
      Schleswig-Holstein: 8,4
      Thüringen: 6,2

      —-

      Angaben in %

    • @Slapsticker
      Wirklich sehr beeindruckend! :-)
      Könntest du bitte noch deine Berechnungsmethode angeben?

    • Einspruch, Euer Ehren!
      Im Gegensatz zu Merkel spricht Seehofer explizit von der Frauenerwerbsquote – und die ist im Gegensatz zu der schwammigen Aussage Merkels klar definiert.
      .
      Guckstu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenerwerbsquote

    • @ Karolus1:
      Es handelt sich bei den ‚Gender Gaps‘ jeweils um die Differenzen zwischen Erwerbs(tätigen)quoten von Männern und Frauen. Beispiel: Bayern hatte 2011 eine Männererwerbsquote von 84,2 % und eine Frauenerwerbsquote von 73,1 %. Differenz: 11,1 %. — Je größer der Unterschied zwischen den Geschlechtern, desto geschlechterungleicher die Erwerbsneigung/-beteiligung. — Beim „Anteil erwerbstätiger Frauen an allen Erwerbstätigen“ habe ich einfach mit den Rohdaten aus dem Zensus gerechnet: Anzahl Erwerbstätige (weiblich) geteilt durch Anzahl Erwerbstätige insgesamt mal 100. Beispiel Deutschland – https://ergebnisse.zensus2011.de/#StaticContent:00,BEV_2_1_2,m,table -: (18.707.340/39.985.940)* 100 = 46,78480 %

      @ Balor
      Im ersten Prüfschritt muss man natürlich die Frauenerwerbsquote nehmen, da Seehofer sie explizit nennt. Also nicht die Frauenerwerbstätigenquote (s. o.)! Da diese allein jedoch im Bezug darauf, ob Bayern „auf der Höhe der Zeit“ ist, wenig aussagekräftig ist, ist auch hier ein weitergehender Check nötig. Die von mir angeführten ‚Gender Gaps‘ geben Aufschluss über Geschlechterdifferenzen, was die Frsauenerwerbsquote per definitionem nicht tut. Da ja sogar unentgeltlich mitarbeitenden Familienangehörige Teil der Erwerbsquote sind – in der Kurzerläuterung des Statistischen Bundesamtes ist von „mit­hel­fen­de[r] Tä­tig­keit“ https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/LaenderRegionen/Internationales/Thema/Erlaeuterungen/Erwerbspersonen.html die Rede -, bereits eine einstündige entgeltliche Tätigkeit oder sogar nur das Kriterium, „in den letz­ten vier Wochen vor der Be­fra­gung ak­tiv nach einer Tä­tig­keit ge­sucht“ zu haben, wobei es „[a}uf den zeit­lichen Um­fang der ge­such­ten Tä­tig­keit […] nicht an[kommt]“, ausreichen, um in die Erwerbsquote inkludiert zu werden, jedoch der normalsterbliche, statistisch Unbedarfte eine andere Vorstellung hat, wenn er ‚Erwerbsquote‘ hört, sollten auch bei der erweiterten Prüfung andere Aspekte einbezogen werden.

    • Noch ein zugespitztes Beispiel zur Verdeutlichung. Herr Mayer betreibt eine Gastwirtschaft. Seine Frau zapft dort am Wochenende einen Abend unentgeltlich Bier. Schon ist sie Erwerbsperson nach ILO/Eurostat/Destatis-Definition und wird somit in die Frauenerwerbsquote eingerechnet. Ähnliche Konstellationen dürfte es gerade in Bayern, dessen Tourismuswirtschaft im Unterschied zu weniger touristifizierten Bundesländern eine wesentliche Bedeutung hat, viele geben.

    • Liebe Helfer,

      vielen Dank für Ihre Beiträge. Noch zwei Hinweise zu den oben verwendeten Zahlen:

      – Die Zahlen zur Frauenerwerbsquote nach Bundesländern hat uns das Statistische Bundesamt zur Verfügung gestellt. Sie weichen minimal von den Zahlen der amtlichen Sozialberichterstattung ab. Die Erwerbsquoten in der amtlichen Sozialberichterstattung beziehen sich auf die Personen in Privathaushalten im Alter von 15 bis unter 65 Jahren, also ohne Anstaltsbevölkerung (z.B. Beschäftigte in Wohnheimen) und ohne Grundwehr- und Zivildienstleistende (heute: Personen im Freiwilligendienst). Die Quoten des Statistischen Bundesamts beziehen sich auf die Gesamtbevölkerung der genannten Altersgruppe.
      – Wir haben auf eine Umrechnung in Vollzeitäquivalente verzichtet. Zwar ist das die harte Währung, um die Frauenerwerbsbeteiligung zu messen (siehe Merkel-Check), aber ihre Betrachtung ändert nichts an dem Fazit für Seehofers Aussage. Denn in Bayern ist die Teilzeitquote der Frauen höher als im Bundesdurchschnitt. In den Ländern mit höherer Frauenerwerbsquote liegt sie dagegen unter dem Bundesdurchschnitt.

      Viele Grüße

      Ihr ZDFcheck-Team

  3. Die Eurostat-Region DE2-Bayern hat für 2012 eine Frauenwerbsquote (Frauen von 15-64 Jahre) von 71,0%. Thüringen hat eine Frauenerwerbsquote von 71,3. Brandenburg 71,6%. (Kein stabiler Link auf die Tabelle möglich, Werkzeug ist http://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/setupModifyTableLayout.do)

  4. In dem zitierten Redeabschnitt (und in den im Video hörbaren) Sekunden danach wird keine Einschränkung auf „bundesweit“ gemacht, sondern nur von Bayern geredet. Wenn nicht *vor* diesem Zitat noch deutlich gemacht wird, dass es nur um die Position Bayerns in der Bundesrepublik geht, dann bezieht sich die Behauptung auf Bayern eher auf Region in der Welt, was die Frauenerwerbsquote angeht.

    • Lieber Mathias Schindler,

      vielen Dank für Ihren Beitrag. Bei allem Selbstbewusstsein der Bayern würden wir Seehofers Vergleich doch eher auf Deutschland und nicht die ganze Welt beziehen 😉 Ging auch in der Rede vorher um die Familienpolitik in Deutschland http://www.youtube.com/watch?v=arq8HccD-Ds (Zitat bei 18:29 min).

      Viele Grüße

      Ihr #ZDFcheck-Team

  5. Die statistischen Landesämter geben für ostdeutsche Bundesländer für 2010 deutlich höhere Erwerbsquoten bei Frauen an als in Bayern. Auch hinter Niedersachsen und Bremen muss ich Bayern einsortieren.

    http://www.amtliche-sozialberichterstattung.de/Tabellen/tabelleD4.html

    Hier müsste sich innerhalb zweieinhalb Jahren also viel getan haben. Hat wer aktuellere Daten?

    • Zwar liegt Bayern nach diesen Zahlen wirklich nicht vorne, aber Niedersachsen und Bremen liegen laut Tabelle für 2010 hinter Bayern, was die Frauenerwerbsquote angeht.
      Vor Bayern liegen demnach (für 2010 wohlgemerkt):
      Brandenburg 78,1
      Hamburg 72,4
      Mecklenburg-Vorpommern 77,0
      Sachsen 77,5
      Sachsen-Anhalt 77,3
      Thüringen 77,6

    • Da ich wie Andreas Alber nur Zahlen von 2010 finde, in denen Bayerns Frauenerwerbsquote definitiv nicht bundesweit führend war, wäre zu prüfen, ob Herr Seehofer nicht ein paar Wörter vergessen hatte und folgendes meinte:
      „Bayern unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Freistaat hat eine Frauenerwerbsquote von 70 Prozent und liegt mit einer Erwerbsquote von 42 Prozent bei Müttern mit Kindern unter drei Jahren im Bundesvergleich mit an der Spitze.“
      (Pressemitteilung 386 vom 19. November 2011, Seite 4)
      http://www.bayern.de/Anlage10358822/Pressemitteilung%20386%20vom%2019.%20November%202011.pdf

      Hier wäre nur anzumerken, dass dies nicht die Frauenerwerbsquote ist und Bayern auch hier nur „mit an der Spitze“, also nicht allein führend, ist.
      Ich schätze mal, dass Herr Seehofer sich nicht auf diese Aussage bezogen hat. Eine andere Quelle finde ich jedoch nicht. Deswegen wäre das ZDFcheck-Team hier an der Reihe, doch einmal nachzuhaken, auf welche Daten man sich bei der CSU bezogen hat.

    • Lieber David Best, lieber Andreas Alber,

      vielen Dank für Ihre Hinweise! Die Anfrage an die CSU, auf welche Zahlen sich Horst Seehofer bezieht, läuft.

      Wenn man bei Andreas Albers Link zur amtlichen Sozialberichterstattung http://www.amtliche-sozialberichterstattung.de/Tabellen/tabelleD4.html sich die Tabelle in Excel öffnet, werden überraschenderweise dort auch Zahlen für 2011 angezeigt (während auf der Webseite 2010 Schluss ist, warum auch immer). Nach den 2011er-Zahlen liegt Bayern bei der Frauenerwerbsquote bundesweit auf Platz 7 – nach den ostdeutschen Flächenländern und Hamburg.

      Viele Grüße

      Ihr #ZDFcheck-Team

Horst Seehofer (CSU): Frauenerwerbsquote ist in Bayern am höchsten – Stimmt nicht - Stimmt nicht

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