30.10.2014

Ohne Wiedervereinigung ginge es der Bundesrepublik heute besser – Stimmt so nicht

Die Wiedervereinigung hat uns Wohlstand gekostet – dieser Mythos hält sich unter vielen Westdeutschen. Ein Viertel ist bis heute der Meinung, dass die Wiedervereinigung ihnen Nachteile gebracht hat. Ginge es der Bundesrepublik ohne den Osten heute wirklich besser? Das #ZDFcheck-Fazit: stimmt so nicht.

Zitat:

Den westdeutschen Bundesländern ginge es ohne Wiedervereinigung heute besser.

Bisherige Rechercheergebnisse:

So funktioniert's

Der Mythos

Es ist ein Mythos, an den bis heute Millionen Westdeutsche glauben: Dass die Wiedervereinigung die alte Bundesrepublik um ihren Wohlstand gebracht habe. Ein Viertel der Westdeutschen gab im September 2014 laut einer Umfrage an, die Einheit hätte ihnen eher Nachteile gebracht. Sie zählen zu den Anhängern der „Westalgie“, welche laut „Neuer Zürcher Zeitung“ die „letzten 20 Jahre als Geschichte eines Abstiegs“ empfinden. Manch nackte Zahlen scheinen ihnen da – zumindest auf den ersten Blick – Recht zu geben. Hochumstrittene Schätzungen etwa, der Aufbau Ost habe den Westen zwei Billionen Euro gekostet; oder ein Blick auf die extreme Schuldenentwicklung der letzten 25 Jahre. Die „Westalgiker“ sagen, dass es der Bundesrepublik ohne Wiedervereinigung heute besser ginge – aber stimmt das? Checken Sie mit!

Ginge es der Bundesrepublik ohne Osten heute wirtschaftlich besser?

Ob die Bundesrepublik ohne Wiedervereinigung besser dastünde, ist eine Hypothese in der Tradition der Alternativgeschichte. Da die alte Bundesrepublik nach der Wiedervereinigung nicht mehr weiter existierte und damit die Vergleichsebene zum heutigen Deutschland fehlt, kann die Frage nicht definitiv beantwortet werden, sagt Volkswirtschaftler Axel Lindner vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle. Weil der Mythos aber bis heute existiert, sammeln und prüfen wir die These auf Grundlage der wichtigsten Argumente. Der Faktencheck nähert sich somit als Vorher-Nachher-Betrachtung einer faktenbasierten Analyse an. Zunächst nehmen wir die Entwicklung des volkswirtschaftlichen und individuellen Wohlstandes unter die Lupe.

Konjunktur und Produktivität

Die Bundesrepublik Deutschland fiel nach der Wiedervereinigung im internationalen Vergleich der Volkswirtschaften zunächst zurück. Ein Grund dafür war die deutlich geringere Produktivität der DDR-Wirtschaft, die nun in der gesamtdeutschen aufging: Sie lag bei einem Drittel der Bundesrepublik. Aber auch die vorübergehende Angebotsschwäche der westdeutschen Industrie und viele andere Faktoren ließen die Bundesrepublik im internationalen Vergleich zwischen 1991 und 2000 zurückfallen. Schaut man aber auf die Entwicklung der gesamtdeutschen Produktivitätszahlen pro Kopf, ergibt sich ein kontinuierlicher Zuwachs – mit Unterbrechung durch die Krisenjahre 2007 bis 2009.

Die Produktivität der ostdeutschen Länder liegt heute bei 80 Prozent des westlichen Landesteils. Das Brutto-Nationaleinkommen (früher: Brutto-Sozial-Produkt) weist dabei auf folgende von Ökonomen beschriebene Entwicklung hin: Die gesamtdeutsche Wirtschaft wuchs nach der Wende nicht mehr so dynamisch wie zuvor, aber langfristig betrachtet konstant weiter. Dieser Einbruch im ersten Jahrzehnt nach der Wende lag, so vermuten Ökonomen rückwirkend, auch an der weltweiten Rezession zu Beginn der neunziger Jahre. Sie hat Deutschland – durch den Wirtschaftsboom direkt nach der Wiedervereinigung bedingt – erst verzögert ab 1993 erfasst. Die deutsche Volkswirtschaft wurde durch die Wiedervereinigung mittelfristig stark belastet, konnte aber langfristig betrachtet ihre Position stärken. Dies auch, weil die gesamtdeutsche Wirtschaft durch die umfassenden Reformen der Nachwendezeit im internationalen Vergleich besser auf die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft vorbereitet war als Länder wie etwa Frankreich. Zugleich lässt sich klar nachweisen, dass die Transferleistungen aus den alten Bundesländern und die Aufbauleistung der Menschen in den ostdeutschen Bundesländern gemeinsam zu einem Wiedererstarken der Wirtschaft in vielen Gebieten Ostdeutschlands geführt haben.

 

Privater Wohlstand

Bedingt durch die großen individuellen Unterschiede in Einkommen und Vermögen der Deutschen sowie die pauschal nicht zu erfassenden Einflussfaktoren wie berufliche Chancen, Ausbildung etc., lässt sich die individuelle Ebene nur statistisch erfassen. Schaut man etwa auf die Konsumausgaben privater Haushalte im westdeutschen und sowie später gesamtdeutschen Inland, so steigen diese nach der Wiedervereinigung weiter kontinuierlich an, ebenso das verfügbare Einkommen. Dies spricht dafür, dass der individuelle Wohlstand der Westdeutschen durch die Wiedervereinigung zumindest nicht stark beeinträchtigt wurde. Gleichwohl lässt das keinen Rückschluss zu, ob die Privatvermögen durch die Wiedervereinigung und dadurch entstehende individuelle Belastungen – wie zum Beispiel dem umstrittenen Solidaritätszuschlag – verringert wurden. Ebenfalls nicht verlässlich berechnen lassen sich auch mögliche Positiveffekte auf die Individualvermögen, zum Beispiel Gewinne durch zusätzliche Aufträge oder Verkäufe in Ostdeutschland.

 

Volkswirtschaftliche Kosten der Einheit

Die volkswirtschaftlichen Kosten der Wiedervereinigung wurden von verschiedenen Forschern auf eine Summe zwischen 1,3 Billionen Euro und 2 Billionen Euro taxiert. Diese letzte Schätzung des Berliner Politikwissenschaftlers Klaus Schroeder vom Mai 2014 wurde stark kritisiert und − wie vorangegangene Schätzungen auch − als unseriös bezeichnet. Schroeder hatte alle Finanzströme addiert, die seit dem Mauerfall in den Osten geflossen sind: also Fördertöpfen wie dem Fonds „Deutsche Einheit“, Mittel aus dem Solidarpakt, Gelder aus dem Länderfinanzausgleich, EU-Fördermittel und Transfers über die Sozialsysteme. Anschließend wurden die von den ostdeutschen Ländern selbst erzeugten Einnahmen wie Steuern und Sozialabgaben von dieser Summe abgezogen. Berechnungen dieser Art sind aus mehreren Gründen hoch umstritten, hier die wichtigsten:

  • Die analysierenden Wissenschaftler definieren, welche Kosten dem Aufbau Ost zugordnet werden und welche nicht. Schwierig wird dies zum Beispiel bei einem Blick auf viele „Verkehrsprojekte Deutsche Einheit“. So profitieren von neugebauten Ost-West-Verbindungen wie der ICE-Strecke Hannover-Berlin Deutsche aus Ost und West.
  • Seit dem Mauerfall sind rund 1,8 Millionen Ostdeutsche nach Westdeutschland gezogen, um dort zu arbeiten. Sie erwirtschaften dort durch ihre Steuer- und Sozialabgaben bereits ein Drittel der jährlichen Finanztransfers von rund 75 Milliarden Euro, überschlug der Wirtschaftswissenschaftler Ulrich Blum. Dem gegenüber aber wären Hunderttausende Westdeutsche zu stellen, die im Osten arbeiten.
  • Finanztransfers zwischen unterschiedlich leistungsfähigen Regionen hat es immer schon gegeben, etwa durch den Länderfinanzausgleich von Baden-Württemberg an Bundesländer wie Bremen oder Nordrhein-Westfalen. Diese werden jedoch auch nicht gesondert als Aufbauhilfen aufgerechnet.
  • Rund zwei Drittel der Transferzahlungen bestehen aus Sozialleistungen wie Renten und Sozialleistungen. Diese sind allen Deutschen gesetzlich in vergleichbarer Höhe garantiert. Grundlage dafür ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, das die Lebensleistung aller Deutschen als gleich bestätigte. Da die ostdeutsche Wirtschaft mit – ihrer noch immer deutlich geringeren Produktivität von etwa 80 Prozent der westdeutschen – diese Ausgaben nicht erwirtschaften kann, müssen diese über einen West-Ost-Transfer finanziert werden.

Auch wenn sich die exakte Summe der westdeutschen Transfers aus den oben genannten Gründen nicht berechnen lässt, gibt sie klare Indizien: Forscher verschiedenster Institute würden die Netto-Transfers von West nach Ost grob auf eine Summe zwischen 1,3 Billionen und 1,8 Billionen in den vergangen 25 Jahren addieren. Diese Summe wurde durch die Westdeutschen aufgebracht – zu Lasten ihres Konsums. Sie können dadurch selbst weniger ausgeben, auch wenn ein Großteil indirekt an die Unternehmen im Westen zurückfließt.

 

Wirtschaftliche Vorteile aus der Wiedervereinigung

Die deutsche Wirtschaft hat viele Vorteile aus der Wiedervereinigung gezogen. Einerseits mussten viele ostdeutsche Unternehmen ohne staatliche Subventionierung Konkurs anmelden, westdeutsche Firmen hatten also weniger Konkurrenz. Zudem erschloss sich den westdeutschen Firmen über Nacht ein Binnenmarkt mit fast 17 Millionen Menschen. Durch die erhöhten Unternehmensgewinne konnten mehr Steuern generiert werden. Außerdem profitierte die Wirtschaft von den 1,8 Millionen überwiegend hoch qualifizierten Arbeitnehmern, die ab 1990 in den alten Bundesländern arbeiteten. Dazu kommt, dass der Osten als verlängerte Werkbank der westdeutschen Unternehmen dient. Dort werden bis heute niedrigere Löhne bezahlt. Zwar hätten die westdeutschen Unternehmen auch in Länder mit geringerem Lohnniveau gehen können, allerdings ohne die Rechtssicherheit und Infrastruktur, die sich kurz nach der Wende auch in den ostdeutschen Ländern etablierte.

 

Staatsverschuldung

Unbestritten ist die Staatsverschuldung der Bundesrepublik durch die Kosten der Wiedervereinigung sehr stark gestiegen. Sie wuchs einem Papier der Bundesbank zufolge allein zwischen 1989 und 1996 von 929 Milliarden DM auf 2.135 Milliarden DM. Heute ist sie mit aktuell rund 2.150 Milliarden Euro nahezu doppelt so hoch. Ein großer Teil dieser Schulden wurde durch direkte und indirekte Kosten der Wiedervereinigung, also beispielsweise Infrastrukturprojekte und Rentenzahlungen, verursacht. Allerdings fließen diese Ausgaben, die nun zwischen Ost und West umverteilt werden, auch in die nun deutlich gewachsene Wirtschaft zurück, wie Wirtschaftswissenschaftler Joachim Ragnitz erläutert. Neben den Investitionen in die Infrastruktur sowie durch Sozialausgaben bedingte Transfers übernahm das wiedervereinigte Deutschland auch die Verbindlichkeiten von DDR-Wirtschaft – und Staat. Diese waren zuvor unterschätzt, der Zustand der DDR-Wirtschaft überschätzt worden.

 

Trotz aller Belastungen der Bürger durch Steuern und zusätzliche Abgaben sowie der angestiegenen Staatsverschuldung wird die Wiedervereinigung inzwischen von vielen Experten auch wirtschaftlich als Erfolgsgeschichte gesehen. #ZDFcheck hat drei von ihnen ausführlich befragt (bitte auf die Bilder klicken):

Ein Zwischenfazit lässt sich aus zwei Gründen nicht ziehen: Da die alte Bundesrepublik als Vergleichsebene fehlt und nicht ermessen werden kann, welche Kosten bei ihrem Weiterbestehen aufgetreten wären, ist die Frage von Anfang an nur als theoretisches Szenario zu analysieren und nicht seriös zu beantworten. Außerdem lassen sich weder alle Kosten und Gewinne überblicken, noch nach einem nachvollziehbaren Maßstab gegeneinander abwägen. Deswegen vergibt das #ZDFcheck-Team kein Zwischenfazit für diesen Rechercheschritt.

Ginge es der Bundesrepublik ohne Osten heute politisch besser?

Die Präambel des Grundgesetzes der Bundesrepublik vom 23. Mai 1949 endet mit den Worten: „Das gesamte Deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden.“ Vierzig Jahre später wurde dieses Ziel verwirklicht. Deutschland hat sich in einer friedlichen Revolution wiedervereinigt. Dabei wuchsen zwei Länder zusammen, die vorher nicht nur eine Grenze trennte, sondern unterschiedliche Systeme. Der ungarische Schriftsteller und Historiker György Dalos benennt den Stellenwert dieser Entwicklung:

„Die deutsche Wiedervereinigung war ein ungeheures Symbol für Osteuropa. Der Mauerfall besiegelte einen Prozess, der nicht wieder rückgängig gemacht werden konnte. Die Abspaltung der Satellitenstaaten von der Sowjetunion. Das Ende des Eisernen Vorhangs.“

Maueröffnung am Brandenburger Tor, 9. November 1989

Maueröffnung am Brandenburger Tor (Quelle:dpa)

Europa hatte sich danach neu zu ordnen. Deutschland übernahm als eine europäische Führungsmacht mehr und mehr Verantwortung bei der Lösung internationaler Konflikte. Es erlaubte sich eine eigene außenpolitische Meinung. So dass auch diplomatische Konflikte mit den USA, wie etwa im Zuge des dritten Golfkrieges, in Kauf genommen wurden. Laut des Historikers Prof. Manfred Görtemaker von der Universität Potsdam stärkte die Wiedervereinigung nicht nur die außenpolitische Autonomie Deutschlands, sondern gab noch einen ganz anderen Anstoß:

„Die erfolgreiche Wende brachte die reale Chance, den Einigungsgedanken auf Europa auszudehnen. Und das wird erfolgreich betrieben: Die Europäische Zentralbank wurde gegründet, der Euro eingeführt, und weiten Teilen Osteuropas geht es heute besser denn je. Es war nicht alles einfach – man denke nur an die Jugoslawienkriege der neunziger Jahre. Aber Europa ist auf einem guten Weg, zu einem Kontinent des Friedens zu reifen.“

Für Deutschland selbst hebt Görtemaker hervor: „Durch die Wende wurden Familien geeint, die vorher jahrzehntelang getrennt waren, der Zerfall in den ostdeutschen Städten wurde größtenteils aufgehalten, die Infrastruktur saniert, historische Bauwerke wurden gerettet und renoviert. Die Wende kam also, wenn Sie mich fragen, nicht nur aus weltpolitischer Sicht gerade noch rechtzeitig.“

Ähnlich ordnet György Dalos die Wiedervereinigung Deutschlands ein: „Noch im August 1989 besuchten mich Freunde aus der DDR in Ungarn. Keiner von ihnen wagte im Traum daran zu denken, dass die Mauer fallen könnte. Und es gab ja auch große innereuropäische Bedenken. Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Dänemark – niemand hatte ein Interesse an einem zu großen und zu starken Deutschland. Sie alle dachten an die Geschichte. Und doch kam die Wiedervereinigung. Und sie musste kommen, denn die Spaltung war unnatürlich und künstlich.“

Auf internationaler Ebene fand und findet die deutsche Wiedervereinigung große Beachtung. Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye erklärte sie jüngst zu einem Vorbild für eine Annäherung an den getrennten Norden.

Der #ZDFcheck zieht das Zwischenfazit: Dass die Bundesrepublik ohne die Wiedervereinigung politisch besser da stünde, stimmt nicht.

Das #ZDFcheck-Fazit

Fakt ist: Die Wiedervereinigung hat viel Geld gekostet und die Staatsverschuldung maßgeblich steigen lassen. Sie brachte der deutschen Volkswirtschaft aber auch viele Vorteile, zum Beispiel einen viel größeren Binnenmarkt. Seriös berechnen und gegeneinander abwägen kann man dies jedoch nicht. Neben den wirtschaftlichen Aspekten müssen auch andere berücksichtigt werden: Die Wiedervereinigung war eine riesige historische Leistung. Ihre Symbolkraft beeinflusste nicht nur Europa, sondern die ganze Welt. Sie leitete das Ende des Kalten Krieges ein und stärkte die machtpolitische Position Deutschlands. Nicht zuletzt löste die Wiedervereinigung die jahrzehntelange Trennung von Familien auf und verband ein Volk. Ein Wert, der kaum mit wirtschaftlichen Zahlen gegenzurechnen ist.


Das #ZDFcheck-Fazit lautet daher: Dass es der Bundesrepublik ohne Wiedervereinigung heute besser gehen würde, stimmt so nicht.


Lesen Sie hier den heute.de-Artikel zum Check und sehen Sie hier das Video aus dem ZDF mittagsmagazin:



Dieser #ZDFcheck wurde beendet. Die Redaktion hat ein Fazit gezogen. Vielen Dank an alle Helfer für die Hinweise und Beteiligung.

Insgesamt 28 Hinweise

  1. Die Wiedervereinigung bot den Alten Bundesländern neue Absatzmärkte, den Wessis stand ein größerer Markt zur Verfügung, auf dem sie kaum Kokurenz stießen (in der DDR gab es ja kaum noch Betriebe). Außerdem kauften die Wessis den Ossis die Betriebe weg. Im Osten kann man außerdem für die gleiche Arbeit weniger Lohn zahlen. Es gab mehr Personen die in die Rentenkassen einzahlen, die jedoch weniger Geld bekamen. Und man musste ja nun West-Berlin nicht mehr subventionieren.

    Die Nachteile sind gering: Der Bund musste 12 Milliarden D-Mark an die UdSSR zahlen damit sie ihre Truppen aus dem Osten abzieht – exorbitant wenig. Ansonsten gab es noch den, zugegebener Maßen, dürftigen Neu-Aufbau Ost.
    Aber die Kosten wurden ja teils wieder eingeholt, durch: das Kapital der alten DDR, Hilfen der EU und dem Soli.

  2. auf jeden fall ging es heute besser, nach Mauerfall wurde nur kurzfristig ein neuer Absatzmarkt für ca.5-10 jahre geschaffen, jetzt ist der Markt endgültig gesättigt und der Westen hat erhebliche einbußen am Lohngefälle, weil auf einmal 18 milio. Leute da waren die es auch für weniger Geld machen, die Stundenlöhne fiehlen dann endgültig 2005 mit einführung von Harz IV, diese Regelung war sogar richtig, weil man im Westen ERHEBLICH mehr verdiente und selbst mit Arbeitslosengeld-hilfe mehr hatte als was man im Osten mit arbeit verdient hat.Fazit: die Ossis waren auf einmal billige Arbeitskräfte wie Ausländer und überschwemmten den Westen weil ja im Osten kaum noch Arbeit und Betriebe vorhanden waren…bis heute noch Arbeitstourismus und Pentler obwohl es in EURER BRD kein einheitliches Arbeitsgesetzbuch gibt…es weiß nur niemand und es soll auch auch keiner wissen…PS: ganz neue Erscheinung, die Fastfoodketten steigen aus Unternehmenverbände aus (wegen Mindestlohn) das ist gängige Praxis im Osten, weitere Erläuterung spare ich mir…weil es in eurer BRD kein einheitliches Arbeitsgesetzbuch gibt und somit Firma Lohn + Zuschläge nach belieben festlegen kann !!!

  3. Mitte der 80er ging die Neuverschuldung der Bundesrepublik durch systematisches Sparen erstmals seit langem wieder zurück. Es zeigte sich gegen Ende der 80er nach langer Rezession wieder erste Anzeichen eines Aufschwungs. Alles, was in den Jahren zuvor gespart worden war, wurde in den Osten gesteckt. Ohne die Sparpolitik vorher hätten wir uns die Übernahme der neuen Bundesländer gar nicht leisten können. Doch ist der Schuldenberg dadurch extrem gestiegen. Diese Schulden müssen von unseren Nachkommen einmal beglichen werder und werden auf Jahrzehnte die Spielräume der Politik dieser Nachkommen deutlich einschränken. Die Frage ist, ob sich die „Akquisition“ des Ostens wirtschaftlich dennoch gelohnt hat, ob dieses Investment rentabel war. Hierbei muss man berücksichtigen, dass die Alternative ja nicht war, dass das damals verfügbare Geld ohne Wiedervereinigung heute noch da wäre. Nein, es wäre längst, nach einer gewissen Zeit der Sparsamkeit, für Konsum ausgegeben worden und wir wären heute – ohne Wiedervereinigung – etwa genauso verschuldet aber wegen geringerer Investitionen weniger produktiv. Durch die Wiedervereinigung haben wir die Anzahl unserer hochqualifizierten Bürger deutlich erhöhen können. Wir waren motiviert, unser Geld wirklich zu investieren, statt es zu konsumieren. Sicher wurde viel auch fehlinvestiert, aber das ist normal. Eine weitere Eigenständigkeit der DDR auch nach Zusammenbruch, wäre uns auch nicht billig gekommen. Richtig ist, dass viele Fehler gemacht wurden, insbesondere der Wechselkurz 1:1 D-Mark zu Ost-Mark, der die verschuldeten DDR-Betriebe ruiniert hat. Im Endeffekt verdanken wir unsere wirtschaftliche Ausnahmestellung heute in der EU der Wiedervereinigung und nicht zuletzt den Neubürgern. Deren Arbeitsleistung lohnte sich jetzt erstmals in ihrem Leben – die Früchte ihres Bemühens waren ihnen vorher immer vom SED-Parteiapparat durch Misswirtschaft und für eigennützige (Korruption) und ideologische Zwecke (Militär, Grenze, Stasi) vorenthalten worden. Das wir jetzt erstmals seit langem Schulden abbauen können, ist eine Spätfolge der Wiedervereinigung. Im Ergebnis hat sich die Wiedervereinigung für uns gelohnt. Jetzt müssen wir aber die Rendite dieses „Investments“ dafür nutzen, die auf die nächste Generation sich übertragenden Schulden zu senken, statt das Geld zu verfrühstücken. Dann erst hat sich die Wiedervereingung auch langfristig für die nachfolgenden Generationen gelohnt.

  4. Unser Unternehmen war als Generalvertretung u.a. der Strumpfindustrie Sachsens und Thüringens tätig. Ich hatte eine sogenanntes Dauereinreise-Visum. So verbrachte ich beruflich von 1979 bis Ende 1987 nach steuerlicher Abrechnung ca. 70-80 Arbeitstage pro Jahr in der DDR.
    (ausgeübte, berufliche Tätigkeiten in der DDR waren in der Bundesrepubl’ik steuerfrei)
    Ab dem Jahr 83 war die Versorgung mit Material mit den Jahren steigernd immer prekärer. Das führte soweit, dass u. a. „fadenlose Beobachtungsläufe“ auf den Strickmaschinen, auch diese nicht gerade die neuesten Entwicklungen, durchgeführt wurde. Ich hatte nicht nur in den Betrieben zu tun, sondern auch auf der Leitungsebene. Die Begründung der Angesprochenen: Wir können die Leute nicht allein zu Hause sitzen lassen. Das ganze gipfelte in den letzten Jahren darin, dass sogar sogenannte Einlagerungsverträge, wohl gemacht wurden. die Einlagerung wurde papiermäßig abgeschlossen, obwohl die einzulagernde Ware erst im darauffolgenden Jahr wegen Materialengpässen oder anderen Gründen hergestellt werden konnte. wichtig war, die Produktionsvorgaben auf dem Papier zu erfüllen und zu melden. Das dadurch die Folgejahre mit Produktionen belastet waren, die zeitlich nicht mehr aufzuholen waren interessierte erst mal nicht. Die Auslastung war dann sehr hoch, so dass sogar „Muschiks“ bei den „Freunden“ ausgeliehen wurden. Der Pleitegeier schwebte über Allem, die Mär von der so erfolgreichen Wirtschaft ohne Arbeitslose kann von den Insidern leicht widerlegt werden.

  5. Nein, der damaligen BRD ginge es heute schlechter, wenn die Mauer noch
    stehen würde.Die DDR wäre nicht bankrott gegangen , wenn die Währung der Ostmark frei konvertierbar gewesen wäre.
    Als ich Anfang Oktober in Weiterstadt bei Darmstadt mein neues zu Hause fand,stenden an jeder Tankstelle und überall massenhaft gebrauchte Autos herum.Nach dem Mauerfall war alles leergefegt und jeder machte seinen Reibach.Jeder Versicherungsvertreter verdiente sich im Osten eine goldene Nase.
    Als die Ostbetriebe verkauft wurden, war auch der größte Schatz die Kundendateien der Firmen , die nun die Westfirmen beliefern konnten.
    Jetzt geht es hier abwärts.
    Seit 2 Jahren wohne ich in Essen ( 34 in Leipzig, 23 in Weiterstadt/Darmstadt )alle grossen Firmen sind platt und Essen schmückt sich mit dem Ruf als Einkaufsstadt.
    Zur Erinnerung: Essen war Stahlmetropole ( KRUPP , THYSSEN )
    Jetzt steckt RWE und Karstadt in der Krise:
    Schon verdeckt man die eigenen Riesengro0en Fehler in der West-Nostalgie und der Osten ist an allem schuld.
    AHA.

  6. Welche BRD ist denn gemeint? Die vor,oder nach der Wiedervereinigung?Was ist das denn für eine unsinnige Behauptung.Was heißt denn hier „besser“? Finanziell besser,gefühlt besser,xyz besser?
    Tatsache ist,daß über die Globalisierung,welche wohl ohne Beendigung des kalten Krieges nicht denkbar gewesen wäre, die Zahl derer, die vom Gefühl her sich schlechter fühlen die Zahl derer,die damit den großen Reibach machen oder gemacht haben überwiegt.Sicherlich fühlen die,welche bis jetzt das finanzielle Oberwasser behalten haben,sich sicherlich auch besser.Aber wie armselig ist das denn, sein Leben alleinig der Geldvermehrung zu opfern?
    Soviel über die „freiheitlich“agierenden Bürger der BRD – frei im Aneignen fremder Besitzstände und Lebensräume – frei den Quatsch mitzumachen und auch noch zu bedienen – alles für die Nachwelt,die Nächste,aber vorab sich selbst – auf Pump seit 1948,hüben wie drüben.

    • Lieber SpontiBrainstorm,

      danke für Ihren Hinweis zum #ZDFcheck. Gemeint ist die alte, westliche Bundesrepublik. Laut einer aktuellen MDR-Umfrage ist ein Viertel der Westdeutschen der Meinung, die Wiedervereinigung habe ihnen eher Nachteile gebracht.

      Was „besser gehen“ heißt, ist eine gute Frage. In einem ersten Rechercheschritt untersuchen wir den wirtschaftlichen Aspekt, danach werden wir aber auch andere Gesichtspunkte – z.B. den politischen – einbeziehen.

      Viele Grüße

      Kathrin Wolff vom #ZDFcheck-Team

    • Man muss das Thema Wiedervereinigung von der ökonomischen Analyse her schon etwas differenzierter betrachten. Fakt ist: der Zusammenbruch der Planungsökonomien Osteuropas hat dem Westen ökonomisch einen gewaltigen Schub gegeben. Fakt ist aber auch: Der Zerfall des gesamten Produktionsapparates gerade in der ehemaligen DDR wurde durch die übereilte Einführung der DM beschleunigt. Es hätten viel mehr Betriebe überleben können, wenn man eine längere Übergangszeit gehabt hätte. Der Wechsel auf die harte Währung DM hat den gesamten auf Transferrubel laufenden Außenhandel mit den Ländern des Ostblocks vernichtet. Man hatte ja keine Erfahrung, wie man eine Planungsökonomie auf Geldwirtschaft am besten umstellen kann, ohne allzu großen Schaden anzurichten. Auf betrieblicher Ebene sind viele Fehler gemacht worden. Die Treuhand war überfordert. Die Bürger der Ex-DDR waren durch die neuen „Freiheiten“ ebenfalls total überfordert.
      Große Betriebe wurden einfach zerschlagen und meistbietend an West-Konzerne verschachert. Es ging alles viel zu schnell. Es war eine Zeit, in der in einem Jahr „Geschichte“ geschrieben wurde in einem Tempo, dass die Bürger kaum hinterher kamen. Auf „Kapitalismus“ waren die „Ossis“ (Entschuldigung!) nicht vorbereitet. Der Sozialismus funktionierte nicht in dem Tempo. Und das Entscheidende war: GELD spielte im Sozialismus nicht die Rolle wie im Westen. Hier Plansteuerung dort Geld-(Markt)-steuerung. Hier knappe Güter, dort reichliche Güter, hier schwache WährungOst-Mark, dort harte (weil knappe) DM. Es war nicht so, dass der Sozialismus nicht funktioniert hatte. Nur: in Konkurrenz zum Kapitalismus konnte er nicht auf lange Sicht funktionieren, weil er über den Weltmarkt doch irgendwie auf harte Währungen angewiesen war. Die zunehmende Verschuldung gegenüber dem Westen war die logische Folge einer auf Devisenmaximierung ausgerichteten Außenwirtschaft der DDR. Das System musste Scheitern. Der Fehler war systemimmanent. Man kann es fast mit der zum Scheitern verurteilten Währungsunion vergleichen. Auch EURO steckt ein Systemfehler, der das System in nicht allzu ferner Zukunft scheitern lassen wird. Der Sozialismus wird überleben als soziale Utopie, als Wunsch der Menschen wegzukommen von egoistischem Gewinnstreben, von der Gier nach Geld, hin zu einer Gesellschaft, die nicht mehr über Geldsteuerung funktioniert. Wie dieses System einmal aussehen wird, bleibt offen. Und es bleibt zu hoffen, das mehr Menschen davon profitieren mögen. In Freiheit, Gleichheit, Schwester-und Brüderlichkeit. Und vor allem: Mit Zukunftsaussichten für unsere Kinder.

  7. Welch seltsamer Ansatz! Geht es der Bundesrepublik Deutschland schlecht? Wo? Wie? Wovon reden wir? Wir sollten davon sprechen, dass Deutschland seine gesamten europäischen Nachbarn mit der Sparpolitik in das Wirtschaftschaos gedrängt hat. Die Quittung erhalten wir jetzt: Die produzierten Waren finden keinen europäischen Absatzmarkt mehr. Außerdem haben wir es mit einer Regierung zu tun, die störrisch diese Sparpolitik weiter verfolgt, entgegen diverser Wirtschaftstheoretiker, entgegen der Kritik des Internationalen Währungsfonds/ Lagarde, Blanchard, der Europäischen Zentralbank, den USA, und nicht zu vergessen der OECD. Statt also auf die Ex DDR zu schimpfen, würde ich es sehr begrüßen, wenn nun endlich Herr Schäuble und seine ideologischen Kampfgefährten das Feld räumten, die Gehälter erhöht werden könnten und wir wieder neu in europäischen Dimensionen dächten. Besonders in diesen Zeiten von IS und Neonazis.

  8. Die DDR Bürger haben auch ihren Beitrag zur Sozial- und Rentenversicherung geleistet … ich z.B. 60 M monatlich.
    Der gesammte Handel, Industrie u.s.w. fielen nach der „Wende“ in die Hand der BRD, und wurde entweder „verscherbelt“ oder Vernichtet … somit wurde auch ein Konkurrent ausgeschaltet … z.B. die Faserherstellung.
    Wir hatten Nachholebedarf in punkto Waschmaschinen, Autos, TV u.s.w. … daher dieser Boom, der nun wieder enorm gesunken ist.
    Wenn diese WiederVereinigung … man lasse sich den Begriff einmal gedanklich durchs Hirn rinnen … ehrlich gemeint gewesen wären, könnte man sich glücklich schätzen.
    Aber dem ist nicht so!!

  9. Ich bin davon überzeugt, dass es der BRD seit der Wiedervereinigung wesentlich besser geht! Es ist schon erstaunlich, wie ein Staat einen anderen Staat „übernehmen“ konnte, Frankreich oder Grossbritannien wären dazu nicht fähig noch willig gewesen! Trotz und doch der Unterschiedlichkeiten der Deutschen, ist es möglich gewesen, dass Deutschland heute wirtschaftlich gut steht! Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Agenda 2010 viel durchgewirbelt hat, und heute die Unterschiede zwischen West und Ost gering sind!

  10. Ohne die „Wiedervereinigung“, die ja eigentlich ein Anschluss an die Bundesrepublik war, ginge es der Bundesrepublik eher schlechter. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bundesrepublik in den Jahren 1985 bis 1989
    hätte dem damaligen Bundeskanzler den Wahlsieg geraubt. Nur durch die Wiedervereinigung besserte sich die wirtschaftliche Lage.

  11. Ja mann hat kostengünstigen Produzierenden Staat mit naher Anbindung verloren.
    Denn was wurde in der DDR alles für die BRD hergestellt. Von Bekleidung über Möbel, Waschmittel, bis hin zu Lebensmittel, einfach alles. Ich möchte nicht wissen Was in der DDR hergestellt wurde und die Herkunft versteckt wurde.

    • Meine Aussage sollte zum Nachdenken anregen und darstellen das die „Osies“ auch 40 Jahre lang gearbeitet haben. Einige tuen immer so als müsse man den Menschen aus der DDR alles erklären.
      Nur was wurde da alles entwickelt und erfunden wer ist in besitzt wichtiger Patente?

  12. Ob besser oder schlechter ist müßig nachzufragen.Fakt ist das viele ihren großen Reibach machen konnten.Was wurde nicht alles platt gemacht?Ich denke an unsere Betriebsbibliothek die letztlich im Müll gelandet ist.Und ich rede hier von Weltliteratur.Das Große Geld haben haben einige gemacht.Denkt an die Schwemme von Vertretern die alle fett verdient haben.Manches wäre bestimmt erhaltenswert gewesen,und davon hätten alle profitiert.

  13. Ich bin aus der ehemaligen DDR und ich weiß es nicht genau ob es den alten Bundesländern besser gehen würde ohne uns. Meine Vermutung ist das die Wiedervereinigung uns die Freiheit brachte und Für den Westen die Rettung vor den Wirtschaftlichen zusammen bruch. Ich finde das alle davon provetiert haben und wir alle zusammenhalten sollten.

  14. Ich glaube das nicht, das es in Deutschland Heute abwärts geht liegt meiner Meinung nach an der EU und an der Globalisierung, mit dem Arbeitsplatz steht und fällt mein Wohlstand, mein Befinden, mit den prekären Arbeitsverhältissen Heute haben viele Menschen Probleme, in der alten BRD war vieles besser obwohl es vielen noch ganz gut geht, die Freiheit kann ich nur geniesen wenn ich mir sie leisten kann, heute wie damals

  15. Ohne die Wiedervereinigung wäre die westdeutsche Wirtschaft genauso untergegangen.Wenn mit dem Mauerfall nicht plötzlich der ganze Schrott aus allen Kaufhäusern rausgekauft worden wäre oder jeder Autohändler mit einem schlag seinen ganzen Müll losgeworden wäre (mansche leben heute noch davon)

    (Der Beitrag wurde editiert)

  16. Ich denke mal nicht, denn die Widervereinigung war das zweite Wirtschaftswunder in der BRD!
    Die europäische Union, in diesem Ausmaß, wäre auch nicht möglich gewesen.

  17. Das wird man nie wissen. Zu viele Faktoren spielten in 25 Jahren eine Rolle.

  18. Bin ich überhaupt nicht der Meinung. Die Wiedervereinigung war richtig. Nur die Mentalität einiger Menschen kann ich nicht verstehen. Nicht, Was kann der Staat für mich tun und was stet mir zu, sondern Was kann ich für den Staat tun. Wenn ich was verändern möchte, muss ich mich aus meiner Komfortzone herausbewegen.

  19. Nein, auch die Bürger der Ex-DDR haben in 25 Jahren ihren Anteil daran, dass die Bundesrepublik wirtschaftlich so gut dasteht. Es darf auch nicht vergessen werden, dass die Löhne in der Ex-DDR immer noch geringer als im Westen sind. Und unsere Rentenversicherung in Westdeutschland hat es auch finanziell geschafft, die DDR-Rentner (ohne eigene Beitragszahlung!) abzusichern.

  20. Die straßen sind im osten heute besser als im westen die politiker haben so viel in den aufschwung ost gesteckt der soli zuschlag muss bald für uns herhalten

  21. Ja, es stimmt daß es der Bundesrepublik Deutschland zuvor, besser ging, ich dies beurteilen kann, denn man fand früher leichter eine Lehrstelle, sowie Arbeit, was schon lang nicht mehr der Fall ist … Zumal wir auch, die Amerikaner auf unserer Seite hatten,die freie Meinungsäußerung bestehen blieb,bei uns es schon immer die freie Marktwirtschaft gegeben hat,es keine Musik oder Redeverbote gab … Als alle hier her in den Westen strömten, versuchten, die uns zu bevormunden,es regelrechte behördliche Willkür gibt, was vorher nie der Fall gewesen ist … Einige befürchten immer noch Nachbarn oder wen auch immer ausspionieren und öffentlich, denunzieren zu können, ganz so wie es in der DDR üblich war, wo nur die Machthaber demokratisch sein durften, es außerdem im westlichen Teil, so gut wie keine Rechtsradikalen gegeben hat … Und hier ist der passende Link : http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-11/mauerfall-wende-kommentar

    • Darum gab es schon 1976 Lehstellen auf die es 100 Bewerbungen pro Platz gab.

  22. Natürlich hatte Ostdeutschland ein Nachholbedarf aber mittlerweile hat auch die westdeutsche Infrastruktur Nachholbedarf. Man sollte alles etwas gerechter verteilen und das wäre für alle besser.

  23. Die Frage, ob es der alten Bundesrepublik heute besser ginge ohne die Vereinigung ist eine hypothetische Frage, die so nicht beantwortet werden kann. Fakt ist, die BRD stand am Rande eines wirtschaftlichen Kollaps, der zum Glück in der Vereinigung abgefedert werden konnte. Die Rezession kam dann nach dem Abgrasen der Altbestände der DDR Jahre später. Im Grunde kann man den Bundesadler als ehemaliger DDR Bürger manchmal auch als Geier bezeichnen, da ich selbst erlebt habe, wie sich um Filetstücke gerissen wurde und für kleine Kasse Firmen oder zumindest Grundstücke ergattert wurden. Natürlich darf man nicht vergessen, dass einige wenige das Geschäft gemacht haben. Es war noch nie das Interesse der Bundesrepublik gewesen, es den Bürgern Recht zu machen. Ich habe jahrelang die CDU gewählt, weil ich wirtschaftlich orientiert war, aber zur Zeit vor der Wiedervereinigung muss man gestehen, dass Gregor Gysi damals Recht hatte und eine Wiedervereinigung lieber hinausgezögert hätte werden sollen. Die Vereinigung hat letztendlich jedoch den ehemals westdeutschen Bürgern mehr Möglichkeiten gebracht, als ohne diese. Es würde meiner Meinung nach der alten Bundesrepublik heute nicht besser gehen.

Ohne Wiedervereinigung ginge es der Bundesrepublik heute besser – Stimmt so nicht - Stimmt so nicht

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